Flexibilität steht bei der Einrichtung eines Lagers mit Kommissionierplätzen ganz weit oben auf dem Wunschzettel. Das Mittel der Wahl ist in solchen Situationen oft die  Sprachtechnologie, auf die sich die Firma Vocollect äußerst erfolgreich spezialisiert hat.

Kein anderes System mit vergleichbaren Ergebnissen hinsichtlich  hoher Produktivität und geringer Fehlerraten lässt sich derart vielseitig einsetzen und leicht an Veränderungen anpassen wie die Sprachtechnologie – ist Frank W. Rissler, Regional Sales Manager Central and Eastern Europe (CEE) bei Vocollect Europe, überzeugt.

Die Qual der Wahl
Bei der Planung oder auch Modernisierung eines Vertriebszentrums bieten sich viele verschiedene Lösungen von noch mehr unterschiedlichen Herstellern an, die alle mit anderen Vorzügen locken. Die Entscheidung aufgrund von Artikel- und Auftragsstrukturen zu treffen, fällt meist alles andere als leicht, schließlich hätte ein Konzeptionsfehler weit reichende Folgen – ein funktionierendes Distributionszentrum ist das Um und Auf eines Betriebes. An diesem Punkt drängt sich oft die Frage auf, ob die präferierte Lösung auch unter geänderten Parametern noch ihren Zweck erfüllt: „Es liegt auf der Hand, dass die zum Einsatz kommende Technologie nicht nur zu deutlichen Verbesserungen hinsichtlich Produktivität und Fehlerfreiheit führen, sondern auch ein Maximum an Flexibilität bieten muss“ erklärt Rissler. Genau hier kommen Voice-Lösungen ins Spiel, wie etwa das sprachgestützte Kommissionieren. „Im Bereich Mann-zur-Ware überzeugen sie gegenüber den ebenfalls sehr flexibel einsetzbaren und anpassbaren Handhelds mit oder ohne Scanner durch deutlich bessere Ergebnisse. Denn Mitarbeiter können mit Sprachtechnologie fließender und konzentrierter und damit schneller und fehlerfreier arbeiten“, nennt Rissler die Vorteile des Systems. Auch im Hochleistungsbereich mit 1.000 Picks pro Stunde, eigentlich eine Domäne der Ware-zum-Mann-Anlagen kombiniert mit Pick-by-Light, ist die Sprachtechnologie am Vormarsch: „Ausschlaggebend hierfür ist die höhere Flexibilität bei ähnlich guten bis gleichwertigen Leistungen“, führt Rissler aus.

Das Chamäleon
Im Gegensatz zu lichtgeführter Kommissionierung, die sich an stark gewandelte Anforderungen wie massive Produktänderungen oft nur schwer anpassen lässt, hat man diese Schwierigkeiten mit der flexibleren Sprachtechnologie nicht. „Selbst bei hohen Leistungen eignet sie sich im Prinzip für alle Branchen, in denen Menschen Waren verteilen, zusammenstellen, bewegen oder kontrollieren“, vertraut Rissler auf die Vorzüge seines Produktes. Dementsprechend bunt zusammengesetzt sind auch die Anwender, die ebenso aus der Pharmaindustrie wie dem Lebensmittelhandel, der Automobilbranche oder der Logistik kommen. Mehr noch: „Auch für den Bereich der diskreten Fertigung können sprachbasierte Lösungen interessant sein, wenn etwa viele verschiedene Bauteile für ein Produkt zusammengestellt werden müssen“, ergänzt Rissler.

Hände hoch?
Selbst eine Polizeikontrolle wäre kein Problem, denn dank der verschiedenen, speziell für den harten Einsatz entwickelten Spracherkennungsheadsets haben die Mitarbeiter beide Hände frei, weder Terminals noch sonstige Geräte lenken ab oder behindern die Bewegungsfreiheit. Und auch bei der Genauigkeit kann die Sprachtechnologie punkten: „In der Praxis hat sich gezeigt, dass sich mit ihr genauer als mit anderen Lösungen arbeiten lässt – und das auf einem Produktivitätsniveau, dass dem von Pick-to-Light-Systemen entspricht“, ist Rissler stolz. Der Grund liegt in der Funktionsweise, da der Mitarbeiter alle Informationen in gesprochener Form erhält, wird der Blick nicht abgelenkt und die Konzentration bleibt erhalten. Dank der verbalen Rückmeldung des Kommissionierers an das übergeordnete Lagerverwaltungssystem erfolgt auch eine Echtzeitkontrolle sämtlicher Vorgänge.

Grenzenlose Skalierbarkeit
„Bislang sind wir noch nicht an die Durchführbarkeits-Grenzen bei der Skalierung gestoßen“, meint Rissler. Zu verdanken sei dies der Managementsoftware „Vocollect Voice-Console“, mit der sich die Mobilcomputer besonders leicht hinzufügen und zentral verwalten lassen. Rissler: „Es dauert nur circa 30 Minuten, um das System auf den Mitarbeiter zu trainieren, indem ein so genanntes Sprachprofil erstellt wird. Ab da erkennt die Software schnell und präzise all seine aufgabenbezogenen Äußerungen, und das unabhängig von Akzenten, Dialekten und Sprachen.“ Positiv für jene, die Investitionen scheuen: „Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Einführung von Sprachtechnologie nicht immer gleich einen kompletten Systemwechsel erfordert. Pickby-Light-Systeme lassen sich auch durch Sprachtechnologie ergänzen, etwa bei der Entladung, Einlagerung oder der Inventur“, zeigt Rissler Möglichkeiten auf. Wie man es auch betrachtet, die Sprachtechnologie bietet vielfältige Anwendungs-möglichkeiten, und der Plafond ist noch lange nicht erreicht. Vocollects Direktvertriebs-partner für Deutschland , Österreich und die Schweiz in alphabetischer Folge sind: Dematic, Ehrhardt + Partner (E+P), Inconso, Knapp, Psion Teklogix und Zetes.

Quelle: Logistik Express Ausgabe 2 | 2009