KOMMENTAR – Dkfm. Heinz Pechek

Wir befinden uns derzeit immer noch in einer sehr schwierigen Wirtschaftslage, in der das Setzen effektiver Maßnahmen die einzige Möglichkeit zur Steigerung der Überlebensfähigkeit der Unternehmen darstellt. Wie die Ergebnisse unserer im Frühjahr durchgeführten Studie zur Wirtschaftskrise eindrucksvoll belegen, liegt das Ziel ganz klar darin, diese gemeinsam durchzustehen. Verbindliche Abnahmegarantien und verkürzte Zahlungsziele sind nur zwei der unterstützenden Hilfsmaßnahmen, die Unternehmen ergreifen, um ihren wichtigen Lieferanten beizustehen.

Natürlich ist der Einkauf gefordert, die bestmöglichen Preise auszuhandeln und Verträge zu flexibilisieren, aber dennoch sollte Fairness herrschen, damit beide beteiligten Parteien überlebensfähig bleiben. Bei diesen Lieferantenstützprogrammen trennt sich die Spreu vom Weizen: natürlich kümmert man sich um System- oder Schlüssellieferanten mehr als um andere. Auffallend ist die aktuell besonders intensive Zusammenarbeit und Abstimmung der Einkäufer mit den CFOs, das Motto lautet „Nur Bares ist Wahres“. Man kann eine leichte Stabilisierung der Industrie auf niedrigem Niveau erkennen, der Auftragsrückgang scheint vorläufig gestoppt oder zumindest gebremst. Der EMI (Einkaufsmanagerindex, Anm.) ist zwar noch lange nicht wieder normal, aber es gibt Grund zur Hoffnung.

Für unser diesjähriges Einkaufsforum konnten wir wieder hochkarätige Vortragende gewinnen, die sowohl wertvolle Einblicke in die aktuelle Praxis und erprobte Überlebensstrategien gewähren, als auch wissenschaftliche Beiträge am Puls der Zeit. Doch auch nach der Veranstaltung geht es ereignisreich weiter, unsere drei nächsten Einkäufertage versprechen ebenfalls, ein großer Erfolg zu werden.

Quelle: Logistik express Ausgabe Nr.3|2009