Die Lagerlogistik ist mit diversen Risiken und Gefahren verbunden. Das betrifft einerseits das Lager und die eigenen Bestände selbst und andererseits die Waren von Kunden und Auftraggebern. Um sich bestmöglich vor Risiken und finanziellen Verlusten zu schützen, greifen Lagerlogistiker auf eine Vielzahl von Versicherungen zurück. Neben der Betriebshaftpflichtversicherung sind das beispielsweise die Berufsunfähigkeitsversicherung und die Feuerversicherung. Zudem sind Firmenrechtsschutzversicherungen, eine Lagerversicherung und eine Versicherung für Inventar und Betriebseinrichtung extrem hilfreich.

 

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In der Lagerlogistik sorgen ganz unterschiedliche Versicherungsarten für einen größtmöglichen Schutz.


Die Betriebshaftpflichtversicherung.
Jeder Mensch sollte eine Haftpflichtversicherung haben. Diese greift immer dann, wenn ein Dritter durch das eigene Verhalten geschädigt wird. Solche Situationen führen häufig zu Kosten in Millionenhöhe. Um sich nicht mit dem finanziellen Ruin konfrontiert zu sehen, sollte eine solche Versicherung abgeschlossen werden. Das gilt nicht zuletzt auch für Unternehmen. Da sich deren Arbeit deutlich vom Alltagsleben der Menschen unterscheidet und mit teils extrem teuren Waren und Maschinen hantiert wird, muss eine Betriebshaftpflichtversicherung gewählt werden, die die individuellen Risiken absichert.

Beim Abschluss einer solchen Haftpflichtversicherung müssen verschiedene bürokratische Aufgaben erledigt werden. So ist beispielsweise eine umfassende Betriebsbeschreibung nötig, damit der Versicherer eine passgenaue Risikobewertung durchführen kann. Abhängig von den vorliegenden Gefahren ist die notwendige Prämie höher oder niedriger. Üblicherweise ist mit einer Betriebshaftpflichtversicherung eine Selbstbeteiligung verbunden, die je nach Wunsch dreistellig oder vierstellig ausfällt. Zudem ist zu beachten, dass eine Versicherungsleistung nur dann gegeben ist, wenn die Lagerlogistiker ihrer Sorgfaltspflicht nachgekommen sind.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung.
Schnell ist es einmal passiert, dass es zu einer Berufsunfähigkeit kommt. Wer zum Beispiel als Lagerlogistiker von einer Leiter fällt oder von einer herabfallenden Palette getroffen wird, kann seiner Arbeit häufig nicht mehr nachgehen. Das führt zu massiven finanziellen Engpässen und im schlimmsten Fall zu Existenznöten. Damit es gar nicht erst soweit kommt, lohnt sich der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Diese springt dann ein, wenn ein Mensch seinem erlernten Beruf nicht mehr nachgehen kann. So steht zumindest etwas Geld zur Verfügung, bis sich die Betroffenen neu orientiert haben.

Hierbei muss eine Berufsunfähigkeitsversicherung klar von einer Unfallversicherung unterschieden werden. Nicht jeder Unfall führt automatisch zu einer Berufsunfähigkeit. Lagerlogistiker sollten sich daher vor Vertragsabschluss mit der jeweiligen Versicherung genau auseinandersetzen und prüfen, unter welchen Umständen diese tatsächlich einspringt. So lassen sich unangenehme Überraschungen vermeiden und es besteht ein zuverlässiger Schutz bei einer Berufsunfähigkeit. Ergänzend kann eine Unfallversicherung abgeschlossen werden, um sich zusätzlich abzusichern.

Die Feuerversicherung.
Brände sind in der Lagerlogistik eine immense Gefahr. Deswegen müssen Lagerlogistiker alle Maßnahmen ergreifen, um die Waren, die Flotte und die Belegschaft vor Feuer zu schützen. Eine Feuerversicherung ist hierbei ein wichtiger Baustein des Brandschutzkonzepts. Diese schützt das Inventar vor Brandschäden, sodass die Betroffenen sowohl bei kleinen Bränden als auch bei großen Feuern bestmöglich abgesichert sind.

Mit einer Feuerversicherung ist es nach einem Brand kein Problem, die Arbeit möglichst schnell wieder aufzunehmen. Es steht Geld bereit, um ein neues Lager anzumieten und mit dem notwendigen Inventar auszustatten. Ohne einen solchen Brandschutz stünden die Betroffenen ohne finanzielle Mittel da und könnten ihrer Arbeit nicht oder erst sehr viel später wieder nachgehen.

 

Die Firmenrechtsschutzversicherung.

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Lagerlogistiker müssen ihren Bedarf und die damit einhergehenden Kosten genau bestimmen.

In der Geschäftswelt sind Rechtsstreitigkeiten leider keine Seltenheit. Um sich Stress, Ärger und Kosten zu ersparen, sollten Lagerlogistiker daher eine Firmenrechtsschutzversicherung ins Auge fassen. Das gilt insbesondere dann, wenn regelmäßig Verträge mit hohem Wert abgeschlossen werden. Hier können Klagen extrem teuer werden. Die Firmenrechtsschutzversicherung übernimmt alle mit einem Prozess verbundenen Kosten. Sollte der Fall gewonnen werden, muss die Gegenseite die Kosten übernehmen. Auch hierum kümmert sich die Versicherung.

Die Lagerlogistiker müssen sich somit weniger Gedanken um einen Prozess machen und können ihrer Arbeit ohne Sorge vor übermäßigen Kosten weiter nachgehen. Sie können sich entweder eigenständig im Rahmen einer Berufsrechtsschutzversicherung absichern oder eine Firmenrechtsschutzversicherung wählen, in der auch die Belegschaft abgesichert ist.

Die Versicherung für Inventar und Betriebseinrichtung.
Die Lebensgrundlage von Lagerlogistikern sind deren Inventar und Betriebseinrichtung. Ohne diese wäre es ihnen nicht möglich, ihrer Arbeit nachzugehen und Logistikaufgaben effizient und zur Zufriedenheit der Kunden zu erledigen. Deswegen sollte eine spezielle Versicherung abgeschlossen werden, die das Inventar und die Betriebseinrichtung bestmöglich schützt.

Hierbei ist zu beachten, dass die Versicherung so allgemein wie möglich und so speziell wie nötig gehalten sein sollte. So deckt zum Beispiel eine Feuerversicherung lediglich Schäden durch Brände ab, wohingegen Schäden durch Diebstahl, Sturm oder Leitungswasser nicht inkludiert sind. Lagerlogistiker müssen daher genau überlegen, vor welchen Eventualitäten sie sich speziell schützen wollen. Dann ist zu prüfen, ob eine allgemeine Versicherung diese Aspekte abdeckt oder ob individuelle Schutzfunktionen dazu gebucht werden müssen.

Die Lagerversicherung für Auftraggeber.
Lagerlogistiker haften ausschließlich für Schäden, die sie selbst verursacht haben. Hierzu gehören insbesondere eine Beschädigung oder ein Verlust der Lagerware. Wenn Schäden durch äußere Einflüsse wie Sturm oder Hagel verursacht werden, sind die Lagerlogistiker hierfür nicht verantwortlich, sondern die Auftraggeber haben einen finanziellen Verlust.

Deswegen ist es häufig sinnvoll, eine Lagerversicherung für Auftraggeber bereitzustellen. Diese deckt ganz unterschiedliche Schäden ab, die beispielsweise durch Einbruchdiebstahl oder Leitungswasser verursacht werden. Eine solche Serviceleistung wird von vielen Kunden goutiert und sorgt für eine größtmögliche Sicherheit aller Beteiligten. Bei der Auswahl spielen unter anderen die Deckungssumme und der Neuwertersatz eine wichtige Rolle.

Fazit.
Es gibt eine Vielzahl von Versicherungen, mit denen sich Lagerlogistiker absichern und ihren Kunden einen besonderen Schutz bieten können. Es ist wichtig, genau abzuschätzen, wie hoch der eigene Bedarf ist und welche Versicherungen tatsächlich benötigt werden. Somit können sich die Lagerlogistiker bestmöglich schützen, ohne hierfür hohe Prämien zahlen zu müssen. Zudem sollten die einzelnen Anbieter miteinander verglichen werden, um das individuell beste Angebot finden zu können.