Vor vier Jahren hat der deutsche Logistiker Rhenus den niederösterreichischen Ort Groß Enzersdorf als Umschlagplatz für Stückgutverkehre in den Balkan auserkoren.

Mit seinem guten Wachstums-potenzial ist der osteuropäische Markt für Viele attraktiv. Um den Kundenwünschen Rechnung zu tragen, wurde 2005 die Rhenus Logistics GmbH in Groß Enzersdorf eröffnet. Hier wickelt das Unternehmen sämtliche Sammelgutverkehre ab, täglich starten Transporte nach Slowenien, Polen, Ungarn, Tschechien, die Slowakei, Bulgarien und Rumänien. „Eine Analyse des Marktes ergab eine starke Entwicklung der Stückgutverkehre nach Kroatien, weshalb wir eine Partnerschaft mit Zagrebsped eingegangen sind“, berichtet Leopold Foll, Geschäftsführer der Niederlassung. Ab 2010 soll der Rhythmus von zwei Abfahrten wöchentlich ebenfalls auf tägliche Verbindungen verkürzt werden.

Perfekter Ausgangspunkt
„Wien ist, nicht zuletzt aufgrund seiner Funktion nach der Öffnung der Grenzen als ‚Tor nach Osteuropa‘, nach wie vor für viele international tätige Unternehmen der Ausgangspunkt für den Handel mit Osteuropa. Die Region verfügt über ein, in den meisten Teilen, gut ausgebautes Straßen- und Schienenverkehrsnetz“, verdeutlicht Foll die Gründe für die Standortwahl. So sei auch die Positionierung des Flughafens Wien als „Ost-Hub“ von Vorteil. Ein weiterer Punkt bei der vorangegangenen Entscheidungsfindung: „Die sprachliche Vielfalt, welche die ungarische, tschechische, slowakische, slowenische und russische Sprache umfasst, gehört in der Region in und um Wien zum Lokalkolorit. Das ist ein großer Vorteil bei der Suche nach mehrsprachigen Mitarbeitern, die in der täglichen Abwicklung für die qualitativ hochwertige Bearbeitung dieser Märkte unbedingt gebraucht werden“, betont Foll.

Platz für alle
Die Anlage in Groß Enzersdorf verfügt über ein 28.000 Quadratmeter großes Grundstück, wovon 10.700 Quadratmeter von der gedämmten und beheizbaren Halle belegt sind. Foll: „Der Standort ist so ausgelegt, dass wir auch große Volumina reibungslos abwickeln können“. In den Hochregalen finden 13.000 Paletten Platz, 2.000 Plätze stehen dem Zolllager zur Verfügung. Trotz der angespannten Situation wird der Platz auch gebraucht: „Mit dem Fokus Osteuropa und durch die enge Zusammenarbeit mit unseren Partnern in diesen Ländern konnten wir durch Steigerung der Produktivität sowie noch intensivere Verkaufsmaßnahmen Rückgänge zum größten Teil auffangen“, zieht Foll positive Bilanz.

Quelle: Logistik express Ausgabe Nr.3|2009