Fronius zeigt es vor: mit dem Transportsystem HyLOG ist ein völlig emissionsfreies Flurförderzeug verfügbar, dank moderner Technologie auch ohne lange Wartezeit beim Laden.

Vereine eine Brennstoffzelle mit Wasserstoffkartuschenantrieb – so einfach lautet die Zauberformel für das preisgekrönte HyLOG-Projekt (HyLOG, Hydrogen powered Logistic System, Anm.) von Fronius. „Das Besondere an unserem Projekt ist, dass es sich hierbei um ein binnen drei Minuten wiederbefüllbares Elektrofahrzeug handelt, die verwendete Brennstoffzelle vereint die gute Performancefähigkeit der Verbrennungsmotoren mit der Emissionsfreiheit von gewöhnlichen Elektrofahrzeugen, zudem spannen wir den Bogen hin zu erneuerbaren Energien“, fasst Dr. Ewald Wahlmüller, Projektleiter bei der Fronius International GmbH, zusammen. Zur Wasserstoffherstellung dient die hauseigene 604 kWp Photovoltaik-Anlage, deren absolut emissionsfrei erzeugter Strom mittels Elektrolyse umgewandelt wird. Dank der eingesetzten Fronius Energiezelle (eine Niedertemperaturbrennstoffzelle, Anm.) mit doppelter Energiedichte kommt es auch zu einer Verdoppelung der Reichweite.

Komfortables Handling
„Das Feedback der Mitarbeiter ist sehr positiv, durch das einfache Kartuschenwechseln statt langwieriger Ladeprozesse konnte der Handlungsspielraum wesentlich erweitert werden“, freut sich Wahlmüller. Trotz aller Vorzüge sieht er aber auch noch Verbesserungspotenzial, etwa bezüglich der Lebensdauer. „Der nächste Schritt ist dann die Hallenbetankung an Stelle der Kartuschen, sobald wir die nötigen Genehmigungen haben“, erklärt er.

 Preisgekröntes Projekt
Kein Wunder, dass das Unternehmen mit diesem Vorzeigeprojekt etliche Preise, wie beispielsweise den Österreichischen Solarpreis 2007 oder den Energy Globe World Award 2008 einheimsen konnte. Das erste CO2-freie Logistikgesamtsystem ist im Fronius-Werk in Sattledt im Einsatz.

Quelle: Logistik express Ausgabe Nr.3|2009