Wer derzeit seinen Lagerfuhrpark erneuern möchte und sich dafür Geld von der Bank erhofft, wird oft bitter enttäuscht. Wie gut, dass Jungheinrich eigene Finanzierungsmodelle anbietet, die den Traum vom neuen, modernen Stapler in greifbare Nähe rücken lassen.

Manche Investitionen lassen sich einfach nicht aufschieben, und in manchen Lägern sind Flurförderzeuge unverzichtbar. Doch was tun, wenn das Kapital nicht reicht und die Bank sich in vornehmer Zurückhaltung übt? Man fragt den nächsten Jungheinrich-Berater, ob eine Finanzierung in Frage kommt. „Wir bieten beim Kauf unserer Fahrzeuge verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten an, wie etwa Leasing mit einer Laufzeit zwischen 24 und 96 Monaten, oder unser ‚Sorglospaket‘“, erklärt Christian Erlach, Geschäftsführer der Jungheinrich Austria Vertriebsges.m.b.H.

Zwei Arten von Leasing
Entsprechend den IFRS-Bilanzierungskriterien (IFRS = International Financial Reporting Standards, Anm.) gibt es zwei verschiedene Varianten des Leasings zur Auswahl. „Beim Finanzierungsleasing wird das Fahrzeug in der Bilanz des Kunden ganz normal aktiviert und geht am Ende der Laufzeit in den Besitz des Vertragspartners über. Im Gegensatz dazu erfolgt beim operate Lease kein Eigentumsübergang am Vertragsende, das Fahrzeug wird bei uns aktiviert und scheint in der Bilanz des Kunden nur als Miete, als Kostenpunkt, auf“, verrät Erlach den Unterschied. Der Kunde könne entscheiden, was für ihn vorteilhafter sei.

Das Sorglos-Paket
Eine andere Version der Finanzierung stellt  das sogenannte „Sorglos-Paket“ dar. „Es handelt sich hierbei um eine Langfristmiete, bei der Jungheinrich auch die Wartung übernimmt. Das Fahrzeug bleibt dabei in unserem Besitz“, erläutert Erlach. In einem monatlichen Fixbetrag sind dabei sämtliche Leistungen für den Kunden enthalten, wodurch volle Kostenkontrolle und Sicherheit gewährleistet sind. Das Angebot gilt sowohl für Einzelgeräte als auch für große Flotten. Der Service geht aber über die reine Fahrzeugvermittlung weit hinaus: „Vor Abschluss eines solchen Vertrages wird durch unsere Spezialisten eine genaue Analyse der Nutzung durchgeführt. Dabei machen sie sich persönlich vor Ort ein Bild von den Einsatzbedingungen und den Anforderungen, danach werden gemeinsam mit dem Kunden die ideale Flottengröße sowie die Art der Fahrzeuge festgelegt“, führt Erlach aus. Es werde auch abgeklärt, ob bestehende, neue oder gebrauchte Fahrzeuge zum Einsatz kommen, denn die Finanzierungsmöglichkeiten bestünden natürlich auch für Gebrauchtgeräte. Die monatliche Rate hängt vom festgelegten Leistungsumfang ab, der beispielsweise auch Ersatzteile enthalten kann.

Jungheinrich als Bank?
„Unser Finanzierungsangebot gilt natürlich ausschließlich für unsere Geräte“, erstickt Erlach Spekulationen im Keim. „Wir haben eine gute Bonität und bekommen dadurch selbst gute Bankkonditionen. Zudem tragen wir das Verwertungsrisiko, was bei unseren eigenen Fahrzeugen nicht schlimm ist, für eine Bank allerdings ein Problem darstellen würde“, verdeutlicht Erlach. Etwa 40 Prozent der an KMU verkauften Jungheinrich-Neugeräte werden Erlach zufolge bereits finanziert, Tendenz steigend. Doch warum tut ein Unternehmen wie Jungheinrich sich diesen Aufwand an? „Es ist natürlich ein Mittel, um unsere Angebote attraktiver zu machen“, gibt Erlach zu, „außerdem haben wir ja schon viel Erfahrung damit, unser Außendienst ist mit der Abwicklung vertraut. Und falls ein Fall tatsächlich einmal schwieriger sein sollte, haben wir eine eigene Spezialistin dafür im Unternehmen.“ Natürlich überprüfe auch Jungheinrich die Bonität seiner Kunden, aber: „Es sind nur wenige, wo die Bonität wirklich so schlecht ist. Aber hier suchen wir dann das Gespräch, um vielleicht trotzdem eine Lösung zu finden.“

Quelle: Logistik Express Ausgabe 2 | 2009