Bis zu 70 Prozent der Unternehmensleistung in produzierenden Betrieben hängen an Zukaufsleistungen. In einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld ist es noch viel wichtiger als unter normalen Umständen, den Einkauf zu optimieren und so Kosten zu senken.

Wenn die Wirtschaft schwächer wird, haben Alle zu kämpfen. Natürlich lautet die oberste Prämisse „Sparen“, um das erfolgreiche Fortbestehen des Unternehmens sicherzustellen. In dieser Situation kommt dem Einkauf eine besondere Verantwortung
zu: einerseits müssen die günstigsten Konditionen erzielt werden, andererseits lautet das Motto „Leben und leben lassen“. „Professionelle Einkäufer agieren im Interesse des Unternehmens und trachten danach, auch den Lieferanten durch geeignete Maßnahmen das Überleben zu sichern“, plädiert Dkfm. Heinz Pechek, geschäftsführender Vorstand des BMÖ (Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik), für ein faires Miteinander. Schließlich sei man auf die zuliefernden Betriebe angewiesen, in guten ebenso wie in schlechten Zeiten. Solche Unterstützungsmaßnahmen könnten laut Dkfm. Pechek vielfältig ausfallen, beispielsweise aber aus Vorleistungen, Kooperationen oder kürzeren Zahlungszielen bestehen.

Ohne Ausbildung geht es nicht
Um in erfolgsentscheidenden Verhandlungen mit den Zulieferern das nötige Geschick
mitzubringen, ist die richtige Ausbildung unabdingbar. „Nur qualifizierte Einkäuferinnen
und Einkäufer können alle verfügbaren Instrumente zur Anwendung bringen, die jetzt so dringend gebraucht werden. Genau hier setzt unser neuer „MBA in General Management  – Strategic Purchasing und Supply Chain Management“ an, der die Inhalte eines General MBA mit dem Fachwissen über strategischen Einkauf und SCM kombiniert“, streicht Pechek hervor. Die ersten Studenten dieses berufsbegleitenden Studiums werden bereits ab 23. März 2009 mindestens vier Semester lang in die Geheimnisse des optimalen Einkaufs und sämtlicher zugehöriger Bereiche eingeweiht.

Quelle: Logistik Express Ausgabe Nr.1 | 2009