Interview mit  Christian Erlach, Geschäftsführer Jungheinrich Austria GmbH

2008 war eigentlich ein gutes Jahr, wir liegen auch deutlich über dem Ergebnis von 2007, wenngleich es zu Jahresende hin natürlich Einbrüche gab. Mit unseren Fahrzeugen am Verbrennersektor sind wir gut unterwegs, auch die neue 48 Volt Baureihe  und der seitliche Batteriewechsel werdenvon den Kunden sehr gut angenommen. Auch mit unseren Lagersystemen sind  wir erfreulicherweise deutlicher Marktführer.

Die Krise wird sich je nach Branche unterschiedlich auswirken, bei den Automobilzulieferern und der Papierindustrie wird die Zurückhaltung überwiegen, im Lebensmittelhandel hingegen ist keine Krise spürbar, es wird gut investiert und hier haben wir auch gute Kunden. Bei den Marktzahlen sind wir hier nach wie vor auf dem Niveau von 2007, und ich rechne mit keinem großen Einbruch. Das erste Halbjahr 2009 wird – wie schon von der Nationalbank prophezeit – schwieriger werden, aber die geschnürten Maßnahmenpakete und Programme der Regierung sollten Wirkung zeigen. 

Jungheinrich plant für 2009 ein Aufstocken der Mannschaft im Außendienstbereich und bei den Servicetechnikern, um den Kunden noch bessere Dienstleistungen zu bieten. Es wird auch einige Neuigkeiten zur Abrundung unserer Angebotspalette geben. Generell bin ich der Meinung, dass die Stimmung derzeit bei weitem schlechter ist als die Realsituation, es wird zu viel gejammert. Das Problem ist nur, dass die Realität irgendwann den Gedanken folgt, und das ist keinesfalls erstrebenswert. Zu Weihnachten wünsche ich mir ein angenehmes und ruhiges Fest im Kreise der Familie, Zeit zum Ordnen meines Schreibtisches und für alle mehr Mut zum Start ins Neue Jahr. 

Quelle: Logistik Express Online-Journal – Nr.4