Franz Salomon, Geschäftsführer WAMAS Holding GmbH

Das Jahr 2009 war für die Branche der Logistikausrüster nicht ganz so schlimm wie für manch andere, die von der Rezession voll getroffen wurden. Es gab noch Aufträge aus 2008, die abgearbeitet wurden. Aber insbesondere im dritten Quartal verspürten auch wir einen starken Anfragerückgang. Obwohl nun bereits am Markt eine deutliche Belebung zu verzeichnen ist, wird der wirtschaftliche Aufbau 2010 nicht so schnell erfolgen, dass man sofort Nutzen daraus ziehen kann. Die Devise lautet daher weiterhin, sparsam zu sein. Aktuell gibt es schon einige neue Projekte auf dem Markt, die allerdings erst Mitte des nächsten Jahres schlagend werden.

In der Branche findet eine Verlagerung hin zu Technologie, Neuentwicklung und Handling-Automation statt, im besonderen Fokus der Kunden steht die Rationalisierungsreserve. Generell sind vier Trends zu erkennen: Erstens gehen sowohl der Markt als auch die Kundenbedürfnisse in Richtung Kommissioniertechnik. Des Weiteren ist auch zu beobachten, dass viele Kunden ihre Läger bewusster bauen, vermehrt kalkulieren, um zu rationalisieren. Drittens ist die Logistik in den Betrieben zu einem fixen Teil der Wertschöpfungskette avanciert und wird nicht länger nur als Kostenpunkt gesehen, wodurch Potenziale erkannt und ausgeschöpft werden.

Der vierte Trend betrifft die Einbindung von Dienstleistungen aller Art in die Prozesse, die Zusammenarbeit zur Nutzung von Value-Added-Services nimmt deutlich zu. Heute sitzen bei Projektbesprechungen neben dem Kunden auch die Dienstleistungspartner mit am Tisch. Salomon genießt die weitere Internationalisierung, über die Schäfer-Gruppe eröffnete sich unserem Unternehmen ein enormes Potenzial.

Vom Christkind wünsche ich mir persönlich weiterhin Gesundheit und Zufriedenheit, sowie ein bisschen Ruhe. Für uns alle wünsche ich mir mehr Kontinuität, damit Reaktionszeiten nicht immer kürzer werden.

Das Interview führte Angelika Thaler