Interview mit Harald Scherleitner, Spartenleiter, Fronius International GmbH

Das Jahr 2008 war im Hinblick auf unsere Batterieladesysteme ein sehr erfolgreiches Jahr. Wir haben unseren Standort von Sattledt nach Wels verlegt, doch nicht nur aus diesem Grund war das vergangene Jahr für uns eines der Umgestaltung, Umstrukturierung und Neuorientierung. Der Fokus des Unternehmens liegt jetzt auf der Intralogistik und allem, was zur Branche gehört. Es gibt bei Fronius die drei Sparten Schweißtechnik, Solarelektronik und Batterieladesysteme, letztere unterteilt sich hauptsächlich in Traktion- und Starterbatterien.

Unser Ziel für die nächsten Jahre ist gesundes, zweistelliges Wachstum. Meiner Meinung nach bedeutet die Wirtschaftskrise auch eine tolle Chance für unsere Produkte im Premiumsegment, da die Endanwender nun bei den Investitionen nicht mehr rein auf den Einkaufspreis, sondern auf die Gesamtkosten im Lebenszyklus sehen, wozu auch die Stromkosten zählen – und da schneiden wir natürlich sehr gut ab. So kann man beispielsweise mit einem Hochfrequenzladegerät für Stapler bis zu 30 Prozent der Stromkosten einsparen.
 
Die Zukunft liegt sicher nicht in der 50 Hertz-Technologie. Im Jahr 2009 möchten wir vermehrt die Intralogistikbranche bedienen und weiter in den deutschen Markt vordringen, indem wir den Kunden die Energieeffizienzlösungen näherbringen. Eine gut geladene Traktionsbatterie verursacht neben der Energieeinsparung auch geringere Wartungskosten. Natürlich sind wir auch auf der LogiMAT vertreten, wobei die Entwicklung vieler technischer Innovationen schon auf die nächste CeMAT abzielt.

Wir haben weitere Pilotprojekte zum Thema emissionsfreie Flurförderzeuge, die wir im kommenden Jahr fortführen wollen. Über kurz oder lang werden zudem die herkömmlichen FFZ auf Lithium-Ionen-Batterien umsteigen. Zu Weihnachten wünsche ich mir kein Geschenk, sondern14 Tage Ruhe und eine besinnliche Zeit.

Quelle: Logistik Express Online-Journal – Nr.4