Ing. Christian Erlach, Geschäftsführer Jungheinrich Austria Vertriebsges.m.b.H.

Das Jahr 2009 war geprägt von der – wie wir es nennen – „neuen Realität“ und deutlichen Rückgängen, insgesamt etwa 36 Prozent weniger als 2007. Wir konnten die Schwierigkeiten vor allem auch bei unseren Kunden beobachten, für die wir jedoch partnerschaftliche Lösungen gefunden haben. Es war ein interessantes Jahr, ungefähr ab der Jahresmitte hat sich die Lage wieder stabilisiert und wir haben uns gut auf das neue Niveau eingestellt. Natürlich ist die Situation nicht lustig, aber durchaus bewältigbar. Wir haben eine Menge getan, beispielsweise unsere Niederlassung in Wien renoviert. Die Vermarktung unserer Gebrauchtgeräte lief sehr erfolgreich, besonders die Premiumqualität ist von den Kunden gut angenommen worden. Doch auch unsere neuen Produkte, den Niederhubwagen, den Kommissionierer und den kleine Hydrostaten, konnten wir gut platzieren. Die in diesem Jahr vorgestellte Lagernavigation „Jungheinrich WMS“ stellt eine gute Ergänzung unseres Portfolios dar.

Wir erwarten, dass es im Jahr 2010 auf ähnlichem Niveau weitergehen wird wie zuletzt, hoffen aber natürlich auf eine leichte Steigung. Langsam ist ein zunehmender Optimismus bei unseren Kunden spürbar, was sich auch positiv auf uns auswirkt. Da wir in diesem Jahr alle Standorte erneuert oder revitalisiert haben, sind für das nächste Jahr diesbezüglich keine größeren Investitionen geplant. Wir werden unseren eingeschlagenen Weg beibehalten und fleißig, konsequent und freundlich unserer Arbeit nachgehen. Ein Fokusthema bleibt nach wie vor die Energieeffizienz, wir müssen dieses Thema bewusst vor den Vorhang holen, hier liegt noch sehr viel ungehobenes Potenzial.

Ich wünsche mir, dass wir auf die neue Realität zählen können, und dass nicht noch eine Blase platzt.

Das Interview führte Angelika Thaler