Interview mit Ing. Michael Havlis, Leiter Vertrieb und Marketing, Wilhelm Gottschligg GmbH

Zwei der Höhepunkte 2008 waren sicher unsere Ausweitung in Richtung Indien sowie die ersten Schritte in Richtung Russland, wo sich das Auftragsvolumen durchaus positiv entwickelt. Das  Engagement dort hat sich auch dadurch ausgezahlt, dass man in diesen Märkten zumindest für ein paar Monate von der innereuropäischen Krise losgekoppelt war. 

Ein schöner Erfolg für uns war auch die Entwicklung des größtmöglichen Ladungsträgers, der mit seinen sieben Metern Länge und gut einer Tonne Gewicht für landwirtschaftliche Maschinenteile dient. Wir profitieren natürlich von der zunehmenden Sequence-Fertigung. Über die aktuelle  Entwicklung sind wir ein wenig erstaunt, leider ist Panik einer der maßgeblichen Motoren für eineKrise. Glücklicherweise ist Gottschligg branchenmäßig differenziert, besonders die Automobilbranche zeigt sich derzeit sehr verhalten, viele Projekte werden auf 2010 verschoben. Behälterbauer, die rein auf Automobilteile spezialisiert sind, müssen nun natürlich einige Stolpersteine überwinden. Ich glaube, dass jene Autokonzerne, die rechtzeitig auf Kleinformate und Hybridantriebe umstellen, auch die nächsten Jahre gut überstehen werden.

Natürlich agieren auch wir jetzt vorsichtig, man weiß schließlich nicht, was kommt. Daher konzentrieren wir uns auf Bewährtesund führen die 2008 gestarteten Aktivitätenfort. Besonders in Zeiten wie diesen muss man hellhörig sein und sich gut umsehen, dann kann man auch unerwartete Chancen ergreifen. Nur dazusitzen und die Hände in den Schoss zu legen, reicht nicht, letztendlich gibt es immer einen Weg, aktiv zu werden. Es ist eine schwierige Zeit, aber wir werden sie meistern, das ist auch unser Credo bei Gottschligg. Zu Weihnachten wünsche ich mir einen ruhigen und gemütlichen Abend mit meiner Familie.

Quelle: Logistik Express Online-Journal – Nr.4