Interview mit KR Friedrich Macher, Sprecher des Vorstandes Rail Cargo Austria

Das Jahr 2008 ist aus unserer Sicht sehr ambivalent zu sehen. Zum einen haben wir bei den geplanten Umsatz- und Tonnagezahlen eine Punktlandung hingelegt; zum anderen ist es aufgrund der Wirtschaftskrise und der damit verbundenenKonjunkturflaute leider nicht DAS erfolgreiche Jahr, das sich viele erhofft haben.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich es nicht verabsäumen, unsere MitarbeiterInnen über den Klee zu loben. Nach meinem Startjahr bei der Rail Cargo Austria hat es mich wirklich überrascht, welch Einsatzund Kreativität bei den Kollegen vorhanden ist. Eine Basis, auf der man aufbauen kann. Diese Kraft werden wir auch benötigen, denn das neue Jahr steckt voller Herausforderungen.

Wir wollen die Krise als Chance nutzen und antizyklisch wachsen. D.h. wir bereiten uns intensiv auf jenen Moment vor, wo die Konjunktur wieder anzieht. Zu diesem Zeitpunkt wird die neue Vertriebsstruktur, die wir derzeit umsetzen, Früchte tragen und der RCA ein überdurch-schnittliches Wachstum ermöglichen. Das größte Projekt 2009 ist aber zweifelsfrei die Integration der MÁV Cargo, der ungarischen Güterbahn. Hier gilt es, die Synergiepotenziale voll auszuschöpfen und die neuen Möglichkeiten zu nutzen. Längere Korridore, ein größerer Wagenpool und sehr gute Kundenbeziehungen werden dazu beitragen, dass RCA und MAV Cargo ihre Nummer 1 – Position in Zentral- und Südosteuropa weiter ausbauen. Eine valide Prognose für das kommende Jahr abzugeben, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nur sehr schwer möglich. Als Logistiker sind wir natürlich sehr branchenabhängig und damit auch unmittelbar von der Konjunkturentwicklung betroffen. Wir sind als Management jedenfalls gefordert, von Zeit zu Zeit auch mal aus 1 +1 = 3 zu machen. 

Quelle: Logistik Express Online-Journal – Nr.4