Robert Rubner, Vorstand, KRATZER AUTOMATION AG

Wider Erwarten verlief das Jahr 2009 für unser Unternehmen durchaus positiv und konnten es sehr gut abschließen. Gäbe es die Außenwirkung der Krise nicht und würden wir rein unsere eigenen Zahlen betrachten, wäre es ein ganz normales Jahr gewesen. Dementsprechend konnten wir auch unsere Investitionen wie geplant durchführen, um unserem Ziel – ein gesamteuropäischer Keyplayer und in drei Jahren Marktführer in Europa zu sein– näher zu kommen. Dazu zählte die Eröffnung unserer neuen Filiale in Birmingham, von der aus wir den europäischen Norden betreuen. Die Niederlassung in Frankreich ist für den Westen, insbesondere Spanien und Portugal mit zuständig, während wir von Deutschland aus noch die Märkte in Österreich, der Schweiz und Osteuropa bedienen. Unsere Konzernkunden äußerten vermehrt den Wunsch, unsere Lösungen in all ihren Niederlassungen umzusetzen und jeweils direkte Ansprechpartner in diesen Ländern zu haben, und diesem Wunsch möchten wir entsprechen. Gleichzeitig beeinflussen wir damit unsere Außenwahrnehmung, wenn Kunden erkennen, dass sie nun auch international noch besser betreut werden als bislang. Für 2010 sind unsere Auftragsbücher bereits gut gefüllt, die Unternehmensprognosen sind sehr gut. Wir rechnen für 2010 mit einem Wachstum von 10 bis 20 Prozent im Vergleich zu 2009. Der Grund dafür ist leicht erklärt, Kratzer steht für Werte, die in Zeiten der Krise wieder an Bedeutung gewinnen, wie etwa Kontinuität, Stabilität oder Zuverlässigkeit – und das wissen unsere Kunden zu schätzen, immerhin feiern wir im kommenden Jahr unsre 30jähriges Firmenjubiläum. Viele Unternehmen haben keine Zeit, sich selbst um die Prozessoptimierung zu kümmern, daher suchen sie einen starken Partner, und das sind wir. Es wird auch einige Innovationen geben, betreffend Zusatzservices und Informationsangebot, aber mehr darf ich jetzt noch nicht verraten.

Als Unternehmen sind wir wunschlos glücklich, aber vom Christkind wünsche ich mir ein Abendessen mit der Redakteurin des Logistik express.

Das Interview führte Angelika Thaler