Interview mit Urs Siegenthaler, GF Vertrieb TGW Systems Integration GmbH

„Die ersten beiden Quartale waren so stark, dass wir gar nicht alle Anfragen beantworten konnten. Der Beginn nach den Sommerferien war jedoch eher schwach, wodurch das dritte Quartal hinter den Erwartungen zurückblieb. Dann folgte ein gutes viertes Quartal, da offenbar viele  Projekte zum Jahresende hin platziert wurden. 

Wir haben uns entschlossen, unsere Aktivitäten auf Zentraleuropa und den für uns neuen Markt Polen zu konzentrieren, wo wir auch sehr erfolgreich gestartet sind. Vor dem Hintergrund der Finanzkrise und damit verbundener Unsicherheit wurden alle Industrie-Großprojekte auf Mai 2009 oder später verschoben, dafür mehren sich die Aufträge KMU, die sich durch die Investitionen vorbereiten, um rechtzeitig mit dem kommenden Aufschwung durchstarten zu können. Speziell bei den Automobil- und Bauzulieferern, die derzeit unter starken Umsatzeinbrüchen leiden, spürt man die Zurückhaltung aus Kostengründen. 

Für 2009 planen wir die konsequente strategische Bearbeitung der anliegenden Märkte von Österreich aus, erst wenn in einem Land das Geschäftsvolumen konstant bleibt, eröffnen wir dort ein Büro. Wir rechnen mit einem untypischen Jänner, da ein Überhang aus dem Dezember vorhanden ist, aber was danach kommt, ist schwer zu sagen und hängt vor allem davon ab, wie viele Logistiker die Chance ergreifen, die ruhige Zeit für die Strukturverbesserung zu nutzen. Generell erwarten wir aber eine deutliche Belebung für die zweite Jahreshälfte.

Zu Weihnachten wünsche ich mir Zeit, denn das ist das einzige, wovon man nie genug hat.“

Quelle: Logistik Express Online-Journal – Nr.4