Laut der Pariser Agentur Alphaliner ist die Nachfrage nach großen Containerschiffen in diesem Jahr gesunken.

88 Prozent der Gesamtzahl von 1 820 Schiffen waren Containerschiffe mit Kapazitäten kleiner als 2 000 TEU. Noch vor zwei Jahren dominierten 10 000 TEU-Schiffe das Geschehen. Die Charterzeiten nahmen ebenfalls ab und liegen nun nur noch durchschnittlich bei viereinhalb Monaten. Der Mangel an Intresse an längeren Leasingzeiträumen wird großteils durch die Unbeständigkeit bei den Tarifen verursacht. Diese wird wiederum durch die große Lücke zwischen der Kapazität und den Handelsvolumina hervorgerufen. Viele Reedereien forderten zusätzlich geringere Chartergebühren, da die Tarife zum Beispiel im September 2009 68 Prozent niedriger als noch im Jahr davor lagen. Die Schiffsbetreiber behaupten, dass sie ein hohes Risiko aufgrund der niedrigen Tarife und der Überkapazität tragen. Deutsche Reedereien waren insbesondere betroffen. Sie besitzen rund 61,5 Prozent der geleasten Schiffe. Zubringerschiff-Betreiber wie das in Singapur ansässige Sea Consortium, profitieren stark von den niedrigen Raten durch die Anpassung ihrer Flotten und die Erweiterung ihrer Netzwerke. www.alphaliner.com






Autor: Dirk Ruppik