Logistik Lexikon

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A

A-PeriodeBezeichnung für die ersten sechs aufeinander folgenden Monate eines Jahres.
  
A-ProduktEin Produkt, das nach der ABC-Klassifizierung zu einer zahlenmäßig kleinen Gruppe von Produkten zählt, die jedoch den Großteil des Gesamtverkaufswertes, des Produktionswertes oder beider Werte oder des Umsatzes ausmacht. Sie hat Bedeutung für die Bestandsüberwachung und -planung.
  
ab SchiffDer Incoterm, bei dem der Lieferant (Verkäufer) dem Käufer die Waren an Bord des Schiffes in dem benannten Bestimmungshafen zur Verfügung stellen muss. Der Lieferant muss alle Kosten der Lieferung der Ware bis zu diesem Ort tragen.
  
ab WerkDer Incoterm, bei dem der Lieferant (Verkäufer) nur dafür verantwortlich ist, dass die Waren bei ihm (d.h. in seinem Werk oder seinem Betrieb) zur Verfügung stehen.
  
ABC-AnalyseEine Analyse, die eine Gruppe von Produkten umfasst, die für eine ABC-Klassifizierung vorgesehen sind.
  
ABC-BestandskontrolleBestandsprüfung auf der Basis einer ABC-Klassifizierung der Produkte.
  
ABC-Klassifizierung
  1. Das Einteilen einer Reihe von Produkten in drei Kategorien zum Zwecke der Bestandsüberwachung und -planung. Die Klassifizierung erfolgt auf Basis der ABC-Analyse. Als Kriterien für die Analyse können zum Beispiel die Nachfrage, der Verkaufswert und der Produktionswert pro Periode sein. Den Kategorien werden dann A, B und C zugewiesen:Produkte der Kategorie „A“ sind eine zahlenmäßig kleine Gruppe von Produkten, die jedoch einen großen Teil des Gesamtverkaufswertes ausmachen, des Produktionswertes oder beider Werte oder des Umsatzes ausmachen. Dieser Kategorie wird besondere Aufmerksamkeit gewidmet.

    Produkte der Kategorie „B“ sind entsprechend eine mittlere Gruppierung, der weniger Aufmerksamkeit zuteil wird.

    Produkte der Kategorie „C“ sind folglich eine zahlenmäßig große Gruppe von Produkten, die jedoch nur einen kleinen Teil des Gesamtverkaufswertes, des Produktionswertes oder beider Werte oder des Umsatzes ausmachen. Im Vergleich zu den anderen beiden Kategorien kommt dieser Gruppe eine geringe Bedeutung zu.

    2. Das Ergebnis einer ABC-Analyse.

  
ABC-PlanungEine fortlaufende Zeitspanne, die mindestens ein Jahr umfasst und nach der das Jahr aus drei Perioden von jeweils vier Monaten besteht:

A-Periode: Die ersten vier aufeinander folgenden Monate dieses Jahres

B-Periode: Die zweiten vier aufeinander folgenden Monate dieses Jahres

C-Periode: Die letzten vier aufeinander folgenden Monate dieses Jahres

Je nach Zeitbezug unterscheidet man ABC-Plan, BCA-Plan oder CAB-Plan.

  
AbgangsortEin Ort, von dem aus ein Transportmittel planmänig abfährt oder abgefahren ist.
  
AbnahmeBegriff, der die Menge der von einem Kunden abgenommenen Ware über eine bestimmten Zeitraum bezeichnet. Die Abnahme kann auch mit einem bestimmten Wert angegeben werden.
  
AbsatzforschungBegriff, der die systematische Beobachtung eines Marktes in Bezug auf seine Struktur und sein Wachstumspotenzial beschreibt. Die Absatzforschung hat zum Ziel, Daten für Vorhersagen zu erhalten und die Effizienz von Marketing-Maßnahmen zu untersuchen, um so eine Marktposition zu erlangen. Darüber hinaus werden Kosten-Nutzen-Analysen der im Rahmen eines Marketing-Mixes gemachten Investitionen und der daraus resultierten finanziellen Ergebnisse erstellt.
  
AbsendebestätigungSchriftliche Bestätigung, dass die Sendung auf ein Fahrzeug, Schiff oder in ein Flugzeug verladen wurde und die Beförderung zum Zielort begonnen hat.
  
AbsenderDie auf einem Frachtbrief genannte Partei, die aufgrund eines Vertrages mit einem Frachtführer Waren von diesem Frachtführer befördert lässt.
  
Absolute ZahlenLieferungen, Verkäufe etc.: Bezieht sich auf die Planzahlen (Lieferungen, Verkäufe etc.) für eine bestimmte Zeitspanne, die in einem gegebenen Planungssystem als fixe Werte eingebaut sind, um so die intern durch das System ermittelten Zahlen zu ersetzen. Die absoluten Zahlen bleiben unverändert, auch wenn das System korrektive Berechnungen vornimmt.
  
Added ValueAllgemein: Der Zusatzwert den Produkte durch einen gesonderten physischen oder mentalen Vorgang erhalten (z.B. Produktionsprozess, Lagern, Transport, zusätzliche Software).
  
ADREuropäischer Vertrag, der den Gefahrgut-Transport auf der Straße regelt
  
ADSAllgemeine Deutsche Seeversicherungsbedingungen
  
ADSpAllgemeine Deutsche Spediteur-Bedingungen
  
AEAusfuhrerklärung
  
AgentEin Agent nimmt neben der Funktion als Makler auch weiterführende Funktionen für eine Reederei wahr. Ein Agent ist im Normalfall für eine einzige Reederei zuständig und bildet somit die Schnittstelle zwischen dem Reeder und der Außenwelt.
  
Airport to Airport FreightDie Gebühren, die für den Transport von Waren zwischen dem Belade- und dem Entladeflughafen entstehen.
  
Airway Bill (AWB) LuftfrachtbriefEin vom Spediteur erstelltes oder zu seinen Gunsten ausgestelltes Dokument, das den Erhalt der Ware durch den Spediteur bestätigt und als Vertrag zwischen dem betreffenden Versender und dem Spediteur gilt, über den der Transport der Ware per Flugzeug erfolgen soll.
  
AKZAuftragskennzeichen (order code)
  
All Cargo CarrierEine Fluggesellschaft, die ausschließlich Luftfracht befördert.
  
Alternative StreckeGewöhnlich eine andere, aber weniger favorisierte Strecke als die ursprünglich vorgesehene, die jedoch am selben Zielort endet.

Alternative Strecken sollten manuell online oder offline ermittelt werden. Eine entsprechende Software muss in der Lage sein, alternative Routen für bestimmte Aufträge separat zu verwalten.

  
AngebotEin Angebot über Waren oder Dienstleistungen, einschließlich der Nennung eines Preises, gewöhnlich von denen, die das Angebot abgeben.
  
AnhängerEin Fahrzeug ohne Eigenantrieb, das für den Transport entworfen wurde und auf der Straße von einem Kraftfahrzeug gezogen wird.
  
AnlageFabrik, entweder für die Herstellung eines bestimmten Produktes, oder sämtliche für die Herstellung zur Verfügung stehenden Einrichtungen. Während der Betriebsleiter für die Produktion vor Ort verantwortlich ist, ist die Unternehmensleitung für das Produktmanagement zuständig.
  
AnlaufhafenHafen, den ein Schiff im Laufe einer Reise ansteuert, um Passagiere, Ware oder Proviant aufzunehmen, oder um Reparaturen durchführen zu lassen.
  
ANSIAmerican National Standards Institute
  
APIApplication Programming Interface
  
Application Service Provider (ASP)Unternehmen, das Computeranwendungen oder Dienstleistungen über ein Netzwerk für die Benutzung bei Bedarf vermietet.
  
ApplikationAnwenderprogramm
  
ASNAdvanced Shipping Note (Liefer AVIS)
  
ATAActual Time of Arrival / tatsächliche Ankunftszeit
  
ATA Carnet (Carnet für vorübergehende Einfuhr)Ein internationales Zolldokument für Messeaussteller, Vertreter, Service-Techniker, für den kurzzeitigen Export und späteren Re-Import von Waren. Das Carnet ermöglicht den kurzzeitigen, zollfreien Export und Re-Import von Gütern (z.B. Muster, Werkzeuge, Maßausrüstungen etc.) für Reisende. Grenzformalitäten können so erleichtert werden.
  
ATDActual Time of Departure / tatsächliche Abfahrtszeit
  
ATMAsynchronous Transfer Mode / öbertragungsrate 100 Mbit/s
  
AuditDas methodische und gründliche Examinieren und Aufzeichnen einer Situation oder eines Zustandes (z.B. innerhalb eines Produktionsunternehmens) vor allem im Rahmen des Qualitätsmanagements, das mit einem förmlichen und detaillierten Bericht der Untersuchungsergebnisse endet.
  
AufkommorderSie wird dem Schiff von der Hafenbehörde zugefunkt und enthält alle für das Schiffnotwendige Daten (z.B. Liegeplatz des Schiffes), damit dieses in den Hafen einlaufen kann. Die Aufkommorder wird erst dann an das Schiff gesendet wenn dieses der Hafenbehörde die feste Order gesendet hat.
  
AuftragDie Anweisung, Waren oder Dienstleistungen von einer anderen Partei zu einem vereinbarten Preis zu kaufen, für gewöhnlich zu bestimmten Kaufbedingungen, wie z.B. die Lieferung zu einem bestimmten Datum etc.
  
AuftragEine Aufforderung einer Organisation an eine andere zur Lieferung spezifischer Warenmengen oder spezifischer Dienstleistungen. Diese erfolgt zu fest vorgegebenen Lieferbedingungen
  
Auftrag – Halber WegEin LKW befördert einen Container zum Empfänger und fährt von dort aus leer zurück.
  
Auftrag – KombiEin LKW ist mit mehreren (meistens zwei) Containern beladen. Somit können mehrere Empfänger auf einer Tour beliefert werden.
  
Auftrag – RundlaufNachdem der LKW bei dem Empfänger den Container abgeladen hat, nimmt er hier einen neuen Container auf, der zum nächsten Empfänger transportiert wird. Auch hier können so mehrere Empfänger auf einer Tour beliefert werden.
  
Auftrag, offenerKundenauftrag, der noch nicht ausgeführt wurde. In einem Materialbedarfs-System bezeichnet der Begriff einen Einkaufs- oder Herstellungsauftrag, der bereits ausgelöst, aber noch nicht geliefert wurde.
  
AuftragsannahmeDie Annahme und das Bestätigen eines Kundenauftrages. Vorbedingung dafür ist, dass die bestellte Ware zum Lieferdatum verfügbar ist oder die Dienstleistung erbracht werden kann. Wenn die bestellte Ware produziert werden muss, so ist sicherzustellen, dass das nötige Material sowie die Produktionskapazität verfügbar sind.
  
AuftragsbestätigungMitteilung an den Kunden, dass der von ihm gegebene Auftrag bei dem Lieferanten eingegangen ist . Der Lieferant informiert den Kunden, dass er mit den Vertragsbedingungen einverstanden ist.
  
AuftragsbuchEin Buch, das sämtliche offenen Aufträge enthält, d.h. alle, die bisher noch nicht ausgeliefert oder in Rechnung gestellt wurden.
  
AuftragsfertigungWenn ein Auftrag für ein Produkt eingeht, das nicht auf Lager ist, sondern entweder bestellt oder produziert werden muss, so bezeichnet man diese Produktion als Auftragsfertigung.
  
AuftragsklärungDas Auswerten eingehender Aufträge und das Klären sämtlicher Punkte oder Auftragspositionen, die unklar sind. Die Informationen werden dann so formuliert, dass sie eindeutig sind und der Auftrag abgearbeitet werden kann.
  
AuftragsplanungDas Planen der Auftragsbearbeitung über eine gewisse Zeitspanne, wobei Lieferzeiten, vorhandene Kapazität und die Möglichkeit des Abstimmens der einzelnen, für die Auftragsbearbeitung erforderlichen Arbeitsgänge berücksichtigt werden.
  
AuftragsschätzungBei einer Auftragsschätzung informiert der Kunde den Lieferanten über den künftigen Bedarf, der noch nicht mit den bisher erteilten Aufträgen abgedeckt ist. Sie ist im Rahmen der zwischen den Vertragsparteien getroffenen Vereinbarungen bindend.
  
AuftragsstornierungMitteilung an den Lieferanten, dass ein gegebener Auftrag keine Gültigkeit mehr hat.
  
AuftragsüberwachungDas Überwachen der Auftragslage. Überwacht werden können die allgemeine Auftragslage über einen gewissen Zeitraum, die von einem bestimmten Kunden abgegebenen Aufträge oder die Auftragseingänge für ein bestimmtes Produkt.
  
AuftragsänderungBitte seitens des Kunden, einen Auftrag in einer oder mehr Positionen zu ändern.
  
AusfallzeitIn der Logistik die Zeit, während der die Produktion angehalten wird, insbesondere wenn ein Arbeitsgang vorbereitet wird oder Reparaturen vorzunehmen sind.
  
AusfuhrAllgemein: Die Lieferung von Waren an Kunden in einem anderen Land. Zollrechtlich: Das Verbringen von Waren aus dem Zollgebiet.
  
AusfuhrbewilligungDokument, das den Export der angegebenen Ware innerhalb eines bestimmten Zeitraumes erlaubt.
  
AusfuhrerklärungEin unter bestimmten Umständen erforderliches Dokument, das Informationen zu Art, Wert etc. der exportierten Ware enthält.
  
AusgangslandDas Land, aus dem ein Schiff, Flugzeug oder anderes Transportmittel abgefahren ist oder planmäßig abfahren wird.
  
AuslastungsgradQuotient der (gemessenen) Auslastung einer Produktionsanlage (Gruppe von Produktionsanlagen) oder einer Abteilung (z.B. Lagerhaus) und der über einen gewissen Zeitraum verfügbaren Kapazität. Er gibt das Verhältnis von verfügbarer zu verwendeter Kapazität über einen gewissen Zeitspanne an.
  
AuslastungsprofilDarstellung des künftigen Kapazitätsbedarfs als Ergebnis der für einen gewissen Zeitraum abgewickelten und geplanten Aufträge im Verhältnis zur Kapazität.
  
Automatisiertes Fahrzeugsystem (Automated Guided Vehicle System/AGVS)Bezeichnung für unbemannte Fahrzeuge, die mit Hilfe einer automatischen Steuerung einem vorgeschriebenen Weg folgen. Innerhalb der Produktion können AGVS jede Produktionsstation ansteuern, entweder automatisch oder nach manueller Vorgabe.
  
Automatisierung, flexibleKurze Vorbereitungszeiten und die Fähigkeit zu schnellem Umschalten von einem Produkt oder einer Produktionsmethode zu einer anderen.
  
AußenlagerMeist ein Lagerhaus auf dem Gelände des rechtmäßigen Besitzers der Ware, in dem Ware gelagert wird, die sich unter der Aufsicht und in der Obhut eines unabhängigen Lagerhausverwalters befindet.
  
AvisVorankündigung einer Warensendung an den Empfänger. Das Avis wird vom Versender ausgestellt.
  
AWBAir Way Bill