Logistik Lexikon

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E

E-Businesselektronisches Geschäft Bezeichnung für die Abwicklung von geschäftlichen Transktionen über das Internet. E-Business umfasst eine ganze Reihe von Prozessen für die elektronische Geschäftsführung. Dazu gehören: ERP, Supply Chain Management, Customer Relationship Management, elektronischer Datenaustausch, E-Commerce, Enterprise Business Intelligence sowie Web und E-Mail.
  
E-Commerceelektronischer Handel öberbegriff für geschäftliche Transaktionen im Internet wie Bestellen und Bezahlen von Waren bzw. Dienstleistung, Direktmarketing per E-Mail und die Sicherheitslösungen bei geschäftlichen Transaktionen E-Commerce ist ein Teilaspekt von E-Business. E-Commerce zielt darauf ab Verkaufs-und Kaufprozesse via Internet oder anderer ITTechnologie zu ermöglichen. Umgangssprachlich: Handel im Internet
  
E-Mail, electronic MailElektronische Post E-Mail ist die am häufigsten verwendete Anwendung im Internet. Per E-Mail lassen sich Nachrichten an beliebig viele Empfänger versenden, weiterleiten, kopieren und weiterverarbeiten.
  
EAN (European Article Numbering)Ein Code (EAN-Produktcode) beispielsweise zur Identifizierung von Supermarktprodukten.

Anmerkung: Der Code wurde von der European Article Number Association (EANA) in Brüssel entwickelt, die im Auftrag der nationalen EAN-Vereinigungen der EU-Mitgliedsländer arbeitet.

  
EC-CarnetDieses Zollpassierscheinheft (eingeführt am 01.07.1985) bezieht sich auf Ware, die aus oder in ein EU-Mitgliedsland zur kurzfristigen Verwendung oder zum Zwecke des Re-Imports ein- oder ausgeführt wurde.
  
EDIElectronic Data Interchange – Austausch von Informationen zwischen unterschiedlichen Rechnersystemen, die einer vorab definierten Syntax und Semantik folgen. Diese Vereinbarungen können bilateral erfolgen
  
EDI, Electronic Data InterchangeElektronischer Datenaustausch. Im Transportwesen: Die Übertragung von Transport- und Zolldokumenten in digitaler Form zwischen den jeweiligen Computersystemen verschiedener Organisationen / Unternehmen.
  
EDIFACT Electronic Data Interchange for Administration, Commerce and Transport.Eine auf dem ISO-Referenzmodell aufbauende internationale Vereinbarung zur Interpretation per Datenübertragung ausgetauschter Handelsinformationen. UNO-Standard
  
EDLExterner Dienstleister
  
EinfuhrEmpfangnahme von Waren durch den inländischen Kunden, welche aus dem Ausland in das Empfängerland geliefert wurden. Zollrechtlich bedeutet die Einfuhr das Einbringen von Waren in das Zollgebiet.
  
Eingehende WareDie Warenmenge, die ein Kunde von seinen Lieferanten über einen bestimmten Zeitraum erhält, ausgedrückt als Menge oder Geldwert.
  
eingliedriger VerkehrDer Transportprozess besteht nur aus dem Hauptlauf
  
EintauchtiefeDie Wassertiefe, die ein Schiff hat, besonders wenn es beladen ist, gemessen als vertikaler Abstand zwischen der Wasseroberfläche und der Unterseite des Kiels. Die Tiefgangsmarkierungen eines Schiffes sind an den Seiten in der Nähe des Bugs, des Hecks und Mittschiffs eingeschweißt.
  
EisenbahnfrachtbriefDokument, welches belegt, dass der Transport von Gütern auf der Schiene in einem Vertrag vereinbart wurde.
  
Electronic Data Interchange (EDI)Elektronischer Datenaustausch öbertragung von Bestell-, Rechnungs- und Lieferdaten in standardisierten Formaten zwischen Unternehmen. öber das Internet bieten sich heute neue Formen des elektronischen Datenaustauschs, u.a. durch den Einsatz der Sprache XML.
  
Electronic Procurement/E-ProcurementEinkauf/Beschaffung durch Unternehmen übers Web (elektronische Warenbeschaffung). EProcurement findet statt auf Business-to Business-Marktplätzen oder in Forrn von OnlineAusschreibungen .
  
Elektronische Marktplätze/E-MarktplätzeElektronische Marktplätze (auch Branchen-Portale) können nach unterschiedlichen Gesichtspunkten konzipiert sein.Es gibt öffentliche Marktplätze, auf denen sich Unternehmen vertikal zu Branchen-Gemeinschaften zusammenschließen. Es gibt auch intern organisierte Marktplätze, auf denen Firmen ihre Online Geschäfte mit den Lieferanten abwickeln. Schwerpunkt der E-Marktplätze ist heute der Online-Einkauf. öber Marktplätze besteht jedoch auch die Chance Produkte weltweit bekannt zu machen.
  
ElevatorGerät zum Entladen bestimmter Schüttgutarten, wie z.B. Korn aus einem Laderaum oder Tank, mit Hilfe einer fortlaufenden Eimerkette oder durch Absaugen. Das Schüttgut wird dann über ein Förderband zur Lagerung weitergeleitet.
  
Embargo
  1. Anweisung einer Regierung, dass das Ein- oder Auslaufen bestimmter Schiffe, bzw. den Im- oder Export bestimmter Waren mit bestimmter Herkunft oder Zielorten aus seinen Häfen verhindert.

    2. Luftfracht: Die Weigerung eines Frachtunternehmens, über einen bestimmten Zeitraum jegliches Handelsgut gemäß den vereinbarten Bedingungen auf jedweder Strecke oder Teilstrecke zu liefern. Das schließt auch Flüge eines Anschluss-Frachtunternehmens ein.

  
EmpfangsbestätigungDas Empfangen und schließlich die Annahme der von Lieferanten gelieferten Ware, nachdem Menge und Qualität der Ware überprüft wurden. Nach der Eingangsregistrierung wird die Ware dann in ein Lager geliefert.

Empfang bezeichnet auch die Warenmenge, die ein Kunde über einen gewissen Zeitraum erhalten hat.

  
EmpfangsvorlaufZeit, die vergeht, bis die an einem Bestimmungsort gemäß den Lieferbedingungen angelieferte Ware tatsächlich für den Verbrauch bereitsteht. Empfangsvorlauf bezieht sich folglich auf sämtliche in der Zwischenzeit durchgeführte Tätigkeiten, wie die Inspektion der Ware, Lagerung, Wartezeiten etc.
  
EmpfängerDie im Frachtbrief vermerkte Vertragspartei, für welche die Ware, Güter oder Container bestimmt sind.
  
EmpfängerDer Empfänger ist die letzte Station in einer Transportkette. Er bekommt die vom Versender zugeschickte Ware
  
Empfänger, Angaben zumDaten zu der Vertragspartei, an welche die Ware gesendet wird, einschließlich:

Firmenname

Adresse

Stadt und Postleitzahl

Land

Ansprechpartner

  
EmpfängermanifestEin Manifest, das in der Folge von Lieferungen an Empfänger erstellt wird. Es dient hauptsächlich der Klärung von Fragen zum Verbleib der Sendung.
  
endgültiger StauplanDieser Plan enthält die endgültige Stellung der Container auf einem Schiff. Er ist mit dem Masterplan identisch, wird aber vom verschiffenden Reeder direkt zum Reeder des Empfangshafens geschickt.
  
EndmontageZusammensetzung eines Produktes, ohne dass weitere Komponenten noch hinzugefügt werden müssen, und / oder letzter Produktionsschritt vor der Fertigstellung eines Produktes.
  
Endmontage-VorlaufzeitZeit, die für die Endmontage eines Produktes nach Eingang einer entsprechenden Kundenbestellung benötigt wird. Auch Zeit, die für den Endmontageplan zur Verfügung steht.
  
Endmontageplan (Final Assembly Schedule, FAS)Plan für die Endmontage von Produkten, entweder zum Auffüllen des Bestandes an Fertigerzeugnissen für ein auf Lager zu fertigendes Produkt (make-to-stock product), oder, im Falle eines auftragsbezogenen Produktes (make-to-order product), zur Fertigung dieses Produktes bestimmt sind. Der Endmontageplan wird nach Erhalt eines feststehenden Kundenauftrages bei auftragsbezogenen Produkten erstellt. Er ist jedoch durch die Verfügbarkeit von Teilen und Kapazität eingeschränkt.
  
EndorsementDie Abgabe des Rechtes, die Lieferung der Ware vom Spediteur entgegenzunehmen durch die Unterschrift des Empfängers auf der Rückseite des Frachtbriefes (bill of lading). Falls der Name des Empfängers nicht genannt ist, so ist die Übertragung offen, was bedeutet, dass jeder Inhaber des Dokumentes das Recht hat, die gesamte Lieferung in Empfang zu nehmen.
  
EngpassAllgemein: Beschreibung eines Mangels, d.h., es ist weniger vorhanden, als benötigt oder bestellt wurde. Differenz zwischen der benötigten und der gelieferten Menge.

Eine Einrichtung, Funktion, Arbeitsplatz, Abteilung etc., die oder in der etwas behindert wird. In der Produktion z.B. eine Maschine, eine Werkstatt oder Lieferstation, an der mehr Teile oder Aufträge ankommen, als ver- oder abgearbeitet werden können. Ein Lagerhaus oder Verteilerzentrum, in dem mehr Teile ankommen, als die Einrichtung (weiter)transportieren oder lagern kann, so dass gelegentlich eine unerwünschte und manchmal inakzeptable Vorratsbildung entsteht.

  
Enterprise Business Intelligence, E-Intelligence Enterprise BusinessIntelligence beschreibt alle analytischen Applikationen, die helfen Kunden- und Interessentenkontakte zu optimieren. Die Informationsgewinnung geschieht größtenteils über das Web als Kommunikationsmedium. Eine Auswertung der Informationen ermöglicht es entsprechend auf Kundenwünsche und Kundenverhalten zu reagieren.
  
Enterprise Resource Planning (ERP)Anwendungspakete/-Systeme für die Abwicklung aller produktiven und administrativen Prozesse in Unternehmen. Das am weitesten verbreitete ERP-Standard-System ist SAP R/3.
  
EntnahmeGüter oder Materialien, die aus einem Lager entnommen werden.
  
EntzündlichWare kann unter bestimmten Umständen in Brand geraten. Entsprechende Vorschriften sind vor allem bei der Verladung von Gefahrgütern zu beachten.
  
Erfassungist die Aufnahme von Daten, entweder auf einem Formular oder in einer Bildschirm-Maske
  
ErtragDer Teil der Produktion, der verwendet werden kann oder der den erforderlichen Qualitätsstandards entspricht.
  
ETAEstimated/Expected Time of Arrival / voraussichtliche Ankunftszeit eines Schiffes
  
ETA (Estimated Time of Arrival)Die geschätzte Ankunftszeit und sowie das -datum in einem Hafen oder auf einem Flughafen.
  
ETDEstimated/Expected Time of Departure / voraussichtliche Abfahrtszeit eines Schiffes (auch ETS)
  
ETD (Estimated Time of Departure)Geschätztes Abfahrtsdatum und -zeit aus einem gegebenen Hafen oder von einem Flughafen.
  
EthernetBus-System, wobei alle Geräte in diesem Netz an einem gemeinsamen Kabel nacheinander angeschlossen sind. Die verwendete Zugriffsmethode ist das CSMA/CD-Verfahren. öbertragungsrate 10 Mbit/s.
  
ETSEstimated/Expected Time of Sailing / voraussichtliche Abfahrtszeit eines Schiffes (auch ETD)
  
ETVEinweg-Transport-Verpackung
  
EuropaletteEuropaweit genormte Palette mit den Standardmaßen 80xl20cm
  
European Article Number Association (EANA)Eine internationale (europäische) Körperschaft, die für die Verwaltung und Überwachung des European Article Numbering System (EAN) zuständig ist. Die EANA hat viele Tochtergesellschaften in vielen Ländern, z.B.: die CCG in Deutschland, die DCC in Japan, die ANA in Großbritannien.

Anmerkung: Die nordamerikanische Körperschaft für die Codierung des „Uniform Product Code“ (UPC), des einheitlichen Produktcodes, ist der Uniform Code Council. Der UPC ist technisch eine Unterform des EAN.

  
European Zone Charge (EZC)Eine von den Transportunternehmen erhobene Gebühr für den innereuropäischen Transport.
  
Europäischer PalettenpoolPool für die Verteilung und den Austausch europäischer Paletten mit Standardgröße (so genannte Europaletten), bestimmt für die Verwendung im europäischen Güterverkehr. Wurde 1961 von mehreren europäischen Eisenbahngesellschaften gegründet.
  
Ex works (….named place) (EXW)Incoterm: „Ab Werk“. Incoterm, gemäß dem ein Verkäufer seine Lieferverpflichtung erfüllt, wenn die Ware für den Empfänger auf seinem Unternehmenssitz zur Verfügung gestellt ist (z.B. Fabrikanlage, Lagerhaus etc.). Besonders das Verladen der Ware auf den vom Empfänger bereitgestellten Fahrzeug oder die Zollabfertigung der Ware für den Export ist nicht Aufgabe des Verkäufers, sofern nichts anderes vereinbart wurde. Der Käufer trägt alle Risiken und Kosten, die mit dem Transport der Ware vom Grundstück des Verkäufers zum endgültigen Bestimmungsort in Verbindung stehen. Dieser Incoterm birgt daher für den Verkäufer minimales Risiko und Verpflichtungen.

Anmerkung: Dieser Incoterm sollte nicht zur Anwendung kommen, wenn der Käufer nicht in der Lage ist, direkt oder indirekt für alle Exportformalitäten zu sorgen. In diesem Fall sollte auf den Incoterm „Free Carrier“ (FCA) zurückgegriffen werden.

  
ExportDas Transportieren oder Verschiffen von Ware in ein anderes Land oder in andere Länder, besonders zum Zwecke der Distribution im Zielland. Der Verkauf von Handelsware an ausländische Kunden.
  
ExportpackerFirma, die Handelsware für den Export (seemäßig) verpackt.
  
Extensible Markup Language (XML)Metasprache zur Erstellung von Dokumenten im World Wide Web. Mit XML lässt sich eine eigene formale Sprache erzeugen und die Struktur eines beliebigen Dokumententyps mithilfe einer DTD abbilden. Im Zusammenhang mit Internetanwendungen spielen XML-fähige Datenbanken eine Rolle. XML kann ebenfalls verwendet werden um den elektronischen Datenaustausch auf einfache Weise zu definieren.
  
Extensible Markup Language (XML)Eine von der Firma Sun entwickelte Programmiersprache, die besonders für InternetAnwendungen geeignet ist. Java-Programme sind plattform-unabhängig, sie laufen auf (fast) allen Computern.
  
Externer TransportTransport von Produkten über die Grenzen einer bestimmten operationellen Einheit hinaus.

Eine operationelle Einheit kann eine Produktionseinrichtung, ein Distributionszentrum, ein Lagerhaus, ein Umschlagplatz oder ein Transportunternehmen sein.