Logistik Lexikon

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M

Mafi-AnhängerMarkenname für einen Anhänger, der im Roll-on-Roll-off-Verkehr verwendet wird, um Ladung an Bord von Schiffen zu holen oder zu bringen.
  
MainframeGroßrechner, die von Rechenzentren betrieben werden. Alle Daten sind auf einem Zentralrechner gespeichert
  
Make-or-BuyBegriff für den Entscheidungsprozess, ob ein Produkt (oder eine Dienstleistung) selbst zu erzeugen oder von anderen zu beziehen ist. Verschiedene Faktoren bestimmen das Ergebnis dieses Prozesses. Sie müssen gegeneinander abgewogen werden. Dazu zählen Effizienz, persönliches Know-How, die Verfügbarkeit des gewünschten Produktes auf dem Markt, die Verlässlichkeit möglicher Lieferanten und der Preis. Das Abwägen solcher Faktoren führt schließlich zu dem Entschluss, ob das Produkt selbst herzustellen oder von anderen zu beziehen ist.
  
Make-to-OrderHerstellung: Produktionsverfahren, bei dem kaum Rohmaterialien oder Basiskomponenten besorgt werden, solange kein Kundenauftrag vorliegt.
  
MaklerGewerbetreibender, der Geschäfte des Seeverkehrs -vor allem Charterverträge- dem Reeder vermittelt.
  
MakroZusammenfassung mehrerer Anweisungen unter einer Bezeichnung, diese Zusammenfassung von Anweisungen identifiziert.
  
ManifestListe, auf der sämtliche auf einem Transportmittel geladene Gegenstände dokumentiert sind. Manifeste werden zum Zwecke der Administration verwendet und von den Agenten in den Häfen ausgehend vom Frachtbrief zusammengestellt.
  
Manifest InvoicingRechnung an einen überseeischen Agenten oder ein Büro, das Gebühren für jede Schiffsladung auf einem Manifest zusammenfasst. Der Empfänger muss die Rechnung wiedererlangen.
  
MassengutfrachterSchiff mit nur einem Deck, das speziell für den Transport homogener, unverpackter und nicht-flüssiger Güter entworfen wurde, wie z.B. Korn, Erz oder Kohle.
  
MassenproduktionDie Herstellung eines bestimmten Produktes in großen Mengen. Das Produkt wird für gewöhnlich auf einem Fließband gefertigt, wobei der Produktionsprozess in Abschnitten erfolgt, was ihn schneller und effizienter werden lässt. Hochspezialisierte Anlagen und Arbeitskräfte führen jeweils nur einen Teilschritt in dem Produktionsprozess aus.
  
Master Air WaybillDokument, das von einem Sammelladungsagenten ausgehändigt wird. Auf einer Master Air Waybill sind mehrere Sendungen zu einer zusammengefasst.
  
MasterplanBezieht sich auf eine Strategie, mit deren Hilfe ein bestimmtes Ziel verfolgt werden soll, auch Produktionsplan oder Produktionsplanung.
  
MasterplanDie endgültige Fassung von dem Stauplan. Er wird aus dem Feinstauplan von der Stauplanung erstellt und befindet sich mit auf dem Schiff. Er enthält die selben Daten wie der endgültige Stauplan.
  
MasterplanungAuch Produktionsplanung. Das Planen künftiger Aktivitäten oder Produktionsniveaus, um Managementziele zu erreichen, unter Verwendung von Daten aus allen Geschäftsbereichen (Finanzen, Materialbeschaffung, Personal etc.). Ein Masterplan definiert Aktivitäten, die benötigt werden, um eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen, einschließlich des Termins, zu dem diese einzelnen Aktivitäten erfüllt sein müssen.

Im Falle einer Produktionsplanung legt der Masterplan das Produktionsniveau über einen bestimmten Zeitraum fest, um so eine durchschnittliches Produktionsniveau zu erhalten. Material, Arbeitskräfte, Anlagen und Finanzen werden dann entsprechend geplant. Der Masterplan zielt gewöhnlich darauf, das Produktionsniveau stabil zu erhalten und gleichzeitig zu versuchen, Rückstände oder Bestände zu erhöhen oder zu senken.

  
MaterialausgabeDas Herausgeben von Materialien oder Bauteilen aus einem Zentrallager, die für den Produktionsprozess benötigt werden. Menge und Wert des herausgegebenen Materials werden aufgezeichnet.
  
MaterialbedarfsmanagementDas Steuern und Planen aller Tätigkeiten des Materialflusses.
  
MaterialbedarfsmanagerPerson, die die Ausgabe von Material für die Fertigung in einer Fabrik überwacht und die für das Funktionieren dieser Abteilung gegenüber der Firmenleitung verantwortlich zeichnet.
  
MaterialbedarfsplanungEine Planungstechnik, die Materialrechnungen, Daten noch offener Aufträge, Bestandsdaten und Primärbedarfsplanungsdaten zur Berechnung des benötigten Materials sowie zur Kalkulation des Bestelltermins verwendet. Ursprünglich wurde sie besonders zur Steuerung und Bestellung von Warenbeständen eingesetzt. Heute jedoch ist es vor allem eine Methode, die zur Überprüfung und Beibehaltung von Lieferterminen eingesetzt wird. Dieses ist der Tatsache zu verdanken, dass mit Hilfe der Methode nicht nur Empfehlungen für den Zeitpunkt von Nachbestellungen gemacht werden, sondern auch neue Pläne aufgestellt werden, wenn Liefertermine nicht eingehalten werden können.

Die Berechnung an sich erfolgt in zwei Schritten, die auf jeder Produktionsebene wiederholt werden und mit dem hergestellten Produkt beginnen:

Künftige Bestände werden aus dem gegenwärtigen Bestand und dem bekannten künftigen Bedarf errechnet

Anhand von Materialrechnungen wird ein niedriger Bedarf errechnet

  
MaterialflussDer Fluss von Materialien, die im Zuge eines Produktionsprozesses durch eine Fabrik hindurchgehen werden.
  
MEDMMaterial-Eingangs-Differenz-Meldung
  
MehrzweckfrachterEin Schiff, das für den universellen Transport von Stückgütern entworfen wurde, z.B. Containerladungen und Anlagenteilen, aber auch für Schüttgut geeignet ist.
  
MeilensteinDer Ausdruck bezieht sich auf Netzwerk-Planungssysteme. Er bezeichnet Beginn und Ende der in dem Beziehungsdiagramm angegebenen Reihe von Tätigkeiten.
  
Memo BillDokument, das für interne und Kontrollzwecke von einem Agenten in einem Konsortium ausgegeben wird, das den Namen des Frachtführers aufführt, für den der Originalfrachtbrief ausgestellt wurde sowie die Nummer des Dokumentes und den Namen des ausstellenden Agenten, die Anzahl der Artikel, ihr Gewicht, Abmessungen, etc. Die Memo Bill stellt keinen Transportvertrag dar.
  
Min-Max SystemDer Begriff Min-Max System beschreibt ein Bestellsystem, in dem „Min“ der Punkt ist, an dem bestellt werden muss, während „Max“ die maximale Lagerbelegung darstellt.
  
ModulEine einfache oder komplexe Aktionsfolge, die man als Einheit ansprechen kann. Diese Einheit stellt Schnittstellen nach außen zur Verfügung, über die es Informationen erhält bzw. ausgibt (E/A- Schnittstellen).
  
MontageDas Produktionsstadium, in dem Bauteile gemäß dem betreffenden Produkt zu einem Endprodukt zusammengesetzt werden.
  
Move CardSignal, das im Just-in-Time-Prinzip eingesetzt wird und das angibt, dass eine bestimmte Anzahl von Gütern von einem Ort (normalerweise ein Außenlager) zu einem Ort gebracht werden müssen, an dem sie benötigt werden.
  
Moving Annual AverageGleitender Jahresdurchschnitt. Beschreibt den monatlichen Durchschnittswert, der von zwölf aufeinander folgenden Monaten genommen wird. In jedem neuen Monat bewegt sich der Zeitabschnitt einen Monat weiter, d.h. der erste der ehemals zwölf Monate fällt weg, während der neue Monat einbezogen wird, so dass es in der Summe wieder zwölf aufeinander folgende Monate sind.
  
Moving Annual TotalZahl, die den finanziellen oder quantitativen Wert einer Variable in einem Zeitabschnitt von zwölf Monaten ausdrückt. Diese Variable könnte der Umsatz, die Produktion, die Nachfrage etc. sein. Jeden Monat wird die Zahl für den neuen Monat dem Moving Annual Total hinzugefügt, während gleichzeitig die Zahl für den ersten der ehemals zwölf Monate wegfällt.
  
Moving AverageGleitender Durchschnittswert. Beschreibt den ermittelten Durchschnittswert aus einer Reihe von aufeinander folgenden Zahlen. Die Anzahl der für die Berechnung des gleitenden Durchschnittswertes herangezogenen Zahlen zielt jedoch darauf, den Effekt saisonaler Unregelmäßigkeiten auszugleichen.
  
Multi-Level Bill of MaterialEine Liste all der Bauteile, die für eine Montage benötigt werden sowie die Anzahl jedes benötigten Teils. Man spricht von mehreren Ebenen, da auch die Ebene der nächst kleineren Bauteile aufgeführt ist, also derer, die für die Prefabrikation notwendig sind sowie wiederum deren Bauteile, bis hin zu den erforderlichen Rohmaterialien.
  
Multimodaler TransportBegriff, der ausdrückt, dass mindestens zwei verschiedene Verkehrsträger beim Transport von Gütern zum Einsatz kommen.
  
Multimodaler-Transport-FrachtführerPerson, die für den multimodalen Transport von Gütern gemäß des Transportvertrages verantwortlich ist. Person, für die das multimodale Transportdokument ausgestellt wurde.
  
Multimodales TransportdokumentEin Dokument, das einen multimodalen Transportvertrag belegt. Es führt den Transporteur an sowie dessen Lieferung der Ware gemäß den Vertragsbestimmungen.
  
Multiple SourcingBezeichnet das Beziehen von Einsatzgütern durch mehrere Lieferanten, von denen alle qualitativ gleich bewertet sind.