Logistik Lexikon

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P

PaarigkeitTransportwesen: Bezeichnung für einen gleich großen Warenfluss (gemessen in Ladungsgewicht) zwischen zwei Orten. Idealerweise würde ein beladener LkW auf dem Hinweg von einem Ausgangs- zu einem Zielort die gleiche Menge Ware befördern wie auf dem Rückweg.
  
PacklisteDokument, das die in einem Paket verstauten Güter sowie ihre Verteilung darin auflistet.
  
Paket / PackungEine Anzahl von Gegenständen, die zusammen gepackt sind, oder eine Verpackung oder Behälter für diese Dinge, um den Umschlag oder Transport zu erleichtern. Ein kleines oder mittelgroßes Bündel.
  
PaletteEine tragbare Plattform, für gewöhnlich aus Holz, für den Umschlag und das Lagern von Materialien oder Paketen in Lagerhäusern, Fabriken, Fahrzeugen, besonders mittels eines Gabelstaplers. In der Regel mit Standardabmessungen (z.B. ist die ISO-Norm 1000 mm x 1200 mm, es gibt jedoch auch andere, wie z.B. 800 mm x 1200 mm CEN).
  
PaletteneinheitDie Anzahl von Artikeln eines bestimmten Produktes (auch Verpackungseinheiten), die standardmäßig auf einer Palette gelagert werden kann. Der Begriff kann sich auch auf eine bestimmte Anzahl Stückgut beziehen, das auf eine Palette gestaut werden kann und somit eine Ladeeinheit bildet.
  
PalettengestellEine Art verstellbares Regal, das für die Lagerung mehrerer Palettenladungen entworfen wurde.
  
PanamaxBegriff für ein Schiff, das die entsprechenden Abmessungen hat, um durch den Panamakanal zu passen. Es darf nicht länger als 295 m sein, eine mittlere Breite von 32,25 m aufweisen und einen Tiefgang von 13,50 m haben.
  
Papierloser KaufDas Kaufen und Verkaufen einer Ware allein mittels elektronischen Datenaustausches, d.h. ohne schriftliche Dokumentation.
  
Parallele PlanungDas Abstimmen der Arbeitsgänge verschiedener Abteilungen, wenn diese Arbeitsgänge alle zum selben Zeitpunkt beendet sein müssen.
  
Participating CarrierLuftfracht: Ein Luftfrachtunternehmen, das einem Tarif angehört und die auf diesen zutreffende Gesetzgebung anwendet, ebenso wie Raten etc.
  
PauschalcharterSchiffscharter, bei dem der Schiffseigner dem Charterer einen Teil oder die gesamte Kapazität des Schiffes zur Verfügung stellt, wofür eine pauschale Frachtgebühr zu entrichten ist.
  
Payment Against DocumentsZahlung gegen Dokumente. Methode, um seitens des Lieferanten Zahlungssicherheit zu erhalten. Die Bank händigt dem Käufer der Ware die notwendigen Dokumente zum Erhalt der Ware nur aus, wenn die Rechnung bezahlt ist.
  
PbPPart by Part
  
PeggingIn der Materialbedarfsplanung: Das Darstellen von Details zu den Quellen des Bruttobedarfs oder der Zuteilungen für ein Produkt.
  
Per Cent of FillMethode um festzustellen, wie effektiv das Bestandsmanagement-System auf die Nachfrage reagieren kann. Per Cent of Fill bezieht sich auf den Prozentsatz der Aufträge, die aus dem Bestand bestückt werden könnten. Er wird in Einheiten oder Geldwert ausgedrückt.
  
PersonalplanungDas Vorausplanen des von einem Unternehmen, zur Erfüllung einer Aufgabe oder eines Projektes benötigten Personals über einen Zeitraum in der Zukunft. Die Personalplanung muss die Zahl der für die Aufgabe zur Verfügung stehenden Mitarbeiter, ihre Qualifikationen, Krankheit und Urlaub sowie mögliche Veränderungen berücksichtigen.
  
Petri-NetzeDie Petri-Netze dienen zur dynamischen Darstellung von Prozessen. Mit ihrer Hilfe lassen sich alle möglichen Vorgänge in einem System darstellen und analysieren.
  
Physische DistributionBegriff für sämtliche Tätigkeiten, die mit der Verteilung der Ware nach Beendigung des Umschlages an den Kunden zusammenhängen.
  
Pick and PackDas Kommissionieren bestellter Ware in einem Lagerhaus, d.h. herausnehmen aus dem Bestand und für den Transport zum Kunden verpacken.
  
PilotfabrikEine kleine Fabrik mit einer begrenzten Produktionskapazität, die für die Herstellung nur kleiner Mengen eines neuen Produktes verwendet wird, welches dann auf dem Markt getestet wird. Die Testergebnisse dienen dann der Weiterentwicklung der Produktionsprozesse oder ihrer Perfektionierung.
  
PlanDetaillierte Formulierung eines Aktionsprogrammes mit einem bestimmten Ziel, bei dem die Bestandteile so angeordnet werden, dass sie ein detailliertes Programm bilden. Ein Plan könnte z.B. erstellt werden für die Produktionskapazität, die Menge der in einem Zeitabschnitt produzierten Produkte in Bezug auf die zu planenden Tätigkeiten (Verkauf, Lagerung), oder es könnte ein Zeitplan erstellt werden in Bezug auf alle betroffenen Arbeitsgänge, einschließlich der zur Erfüllung eines übergeordneten Ziels zu ergreifenden Maßnahmen.

Ein Plan sollte zudem ein Verfahren enthalten, wie die Maßnahmen zu implementieren sind sowie Kontrollmechanismen, mit Hilfe derer Abweichungen festgestellt werden können. Darüber hinaus müssen gegebenenfalls Möglichkeiten zur Kontrolle und Anpassung des vorgegebenen Ziels vorgesehen sein.

  
Planmäßige EingängeIn der Materialbedarfsplanung: Offene Aufträge und Einkaufsaufträge, die zu einem bestimmten Datum fällig sind. Sie werden für den jeweiligen Zeitraum als Teil des verfügbaren Bestandes angesehen. Sie werden außerdem nicht beim Bauteil-Bedarf berücksichtigt. Man geht stattdessen davon aus, das die für die Produktion benötigten Bauteile der Produktionsstätte zugewiesen wurden.
  
Planmäßige LieferungPünktliche Anlieferung der Ware beim Kunden zum vereinbarten Termin. Der Begriff kann auch das Zusammenfassen von Kundenaufträgen an vorher festgelegte Bestimmungsorte bezeichnen (für gewöhnlich im wöchentlichen Rhythmus).
  
Plattform-LkWEine LkW-Bauart, oftmals mit einer Hebevorrichtung, die sich über den Rahmen hinaus erstreckt, um z. B. Container aufzunehmen.
  
PlattformcontainerEin flacher Container ohne Aufbauten, der dieselben Abmessungen wie die Grundfläche eines Containers dergleichen Serie hat. Es handelt sich um eine Plattform mit Beschlägen. Diese Container sind unter dem Typen-Code 60 zusammengefasst.
  
PlattformwagenEisenbahnwagen ohne Vorder-, Rück- oder Seitenaufbauten. Wird für den Transport von Maschinen und Maschinenteilen oder Containern verwendet.
  
Plimsoll-Marke Auch: TiefgangsmarkeEine Markierung, die angibt, bis zu welcher Grenze ein Schiff beladen werden darf. Sie ist auf beiden Seiten des Schiffes eingeschweißt. Ihre Höhe hängt ab von der Dichte des Wassers, in dem sich das Schiff aufhält (also von Jahreszeit und Fahrtgebiet).
  
PODPort of Destination / Discharge
  
POLPort of Loading
  
PoolAllgemein: ein gemeinsamer Vorrat oder das wechselseitige Verwenden von Ausrüstungen, Arbeitskräften oder Geld, ein jederzeit verfügbarer Bestand. In der Logistik wird der Begriff für gewöhnlich auf Ausrüstungsgegenstände bezogen, die von mehreren Teilnehmern gekauft wurden und von allen geteilt werden.
  
POPPoint of Presence
  
Port OperatorBetreiber eines Hafens
  
PortalkranEin Hochkran mit einer horizontalen Plattform, der entweder auf festen Beinen steht, in festen Schienen oder auf Gummirädern läuft, und der in einer Ebene bedingt manövrierfähig ist. Diese Art von Kran überkragt normalerweise eine Ladung, besonders Container auf einer Straße, auf Schienen oder am Kai. Portalkräne mit Gummireifen sind manövrierfähiger als feststehende Portalkräne und werden hauptsächlich zum Heben, Bewegen und Stapeln von Containern eingesetzt, normalerweise in Reihen und Lagen in Lagerbereichen.
  
PostpanamaxEin Schiff, das 295m Länge, 32,25m mittlere Breite oder 13,50m Tiefgang überschreitet und damit nicht mehr den Panamakanal passieren kann.
  
Pre-Shipment-InformationVom Lieferanten für den Kunden vor Versand der Ware bereitgestellte Informationen zu Versanddatum, Rechnungsnummer und Transportmethode.
  
Primary LocationBevorzugter Lagerort für einen Artikel.
  
PrimärbedarfsplanungsartikelArtikel der Primärbedarfsplanung. Ein Planungsartikel ist ein Artikel, der von dem Primärbedarfsplaner im Primärbedarfsplan geplant wird, z.B. ein Bauteil, ein Verkaufsartikel oder ein Produktionsmodul. Welcher Artikel verwendet wird, hängt von den Eigenschaften des Marktes und der Produktstruktur ab.
  
Pro Forma-RechnungEin Rechnungsentwurf, den der Exporteur dem Importeur zur Verfügung stellt, um diesem beim Erlangen von Importlizenzen, Devisenzuweisungen oder dem Eröffnen eines Akkreditivs behilflich zu sein. Die Pro Forma-Rechnung wird vor Versand der Ware und Auftragsbestätigung ausgehändigt.
  
ProduktbaumStruktur, welche den Fertigungsgrad einer bestimmten Produktreihe darstellt, und der aus den aufeinander folgenden Fertigungsebenen besteht. Der Produktbaum zeigt an, inwiefern ein Produkt aus einer oder mehreren Produktgruppen besteht, die ihrerseits wieder auf einer unteren Fertigungsebene definiert sind. Die unterste Ebene besteht aus den einzelnen Produkten.
  
ProduktionDas Herstellen oder Produzieren von Ware. Produktion bezieht sich auch auf die Zahl der Güter, die über einen bestimmten Zeitraum herzustellen sind. Er bezeichnet auch zu erbringende Dienstleistungen.
  
Produktionsbericht und StatuskontrolleRückkoppelungs-Mechanismus für den Produktionszeitplan, gemäß dem korrektive Maßnahmen ergriffen werden können. Es beinhaltet die Autorisierung des Herstellungsauftrages, Freigabe, Annahme, Beginn der Herstellung sowie das Berichtswesen über den Produktionsdurchlauf.
  
ProduktionskarteJust-in-Time: Karte, die anzeigt, dass Artikel herzustellen sind. Wenn diese Artikel dem Reservebestand (pipeline stock) entnommen werden, kann es auch bedeuten, dass diese Artikel zu ersetzen sind.
  
ProduktionskontrolleDie Kontrolle des gesamten Herstellungsprozesses, einschließlich des Waren- und Materialflusses. Produktionskontrolle schließt sämtliche die Produktion betreffenden Aktivitäten ein, von der Materialbeschaffung bis zur Lieferung der fertigen Produkte. Ziel ist es, den Gesamtproduktionsplan einzuhalten. Es beinhaltet daher die Gesamtplanung, die Detailplanung, den Arbeitskräfteeinsatz und die Fortschrittskontrolle.
  
ProduktionsplanPlan, der vom Vertrieb und von der Produktionsabteilung einer Firma erstellt wird, und der die allgemein geplante Produktionsmenge angibt. Für gewöhnlich ist darin die Produktionsrate für jedes Produkt oder jede Produktfamilie im folgenden Monat aufgeführt, was entweder in Einheiten, Standard-Stunden, Angestellten oder Gesamtproduktion in Tonnen ausgedrückt wird. Der Produktionsplan autorisiert den Gesamtproduktionsplaner, einen detaillierteren Plan aufzustellen (den Gesamtproduktionsplan).
  
ProduktionsplanungDie Planung eines Fertigungsauftrages in Bezug auf Termine, zu denen bestimmte Arbeiten des Produktionsprozesses abgeschlossen sein müssen. Sie kommt z.B. in der Produktionssteuerung zu Einsatz.
  
Produktionsystem, flexiblesEin Herstellungsverfahren, das die häufige Anpassung der Fertigungsstraße ermöglicht. Mit Hilfe eines flexiblen Produktionssystems lässt sich die Produktionsmenge schnell an eine veränderte Nachfrage anpassen. Dieses erfordert einen variablen Zeitplan, eine Standardisierung der Ausrüstung zwecks kurzer Übergabezeiten, erfahrenes Fachpersonal sowie ein entsprechendes Design der gesamten Fertigungsstraße, so dass die Mitarbeiter mehr als nur eine Funktion auszuführen in der Lage sind und die Transportzeit zwischen den Straßen reduziert werden.
  
ProduktzyklusDie Lebensdauer eines Produktes von dem Moment der Markteinführung bis zu dem Tag, an dem es nicht länger verkauft wird (Endphase). Es werden mehrere Phasen eines Produktzyklus unterschieden: 1. Einführungsphase; 2. Wachstumsphase; 3. Reifephase; 4. Sättigungsphase; 5. Niedergangsphase und 6. Endphase.
  
ProjektwareEine Anzahl von Gütern, die mit demselben Projekt zu tun haben, und die gewöhnlich zu verschiedenen Zeitpunkten und von verschiedenen Orten versandt werden.
  
Protokolle des InternetsTCP/IP, FTP, Telnet, POP, SMTP etc. Regeln den reibungslosen Ablauf der Kommunikation und der Übertragung.
  
Prozentuale MaterialisteMaterialliste, auf der angegeben ist, wie oft in Prozent jeder Artikel bestellt wurde. Der Prozentsatz sagt folglich etwas über die Wahrscheinlichkeit aus, mit der ein bestimmter Artikel von einem Kunden bestellt wird.
  
ProzessEin Prozess hat die Aufgabe, Eingabedaten in Ausgabedaten zu konvertieren. Dieser enthält den dafür notwendigen Algorithmus. Die Ein- und Ausgabedaten werden im Datenkatalog festgehalten.
  
ProzesseinheitLogistik: die kleinste Produktionseinheit, die für die Planung benötigt wird, wie zum Beispiel eine Maschine oder ein Angestellter.
  
Prozessorientierte FließproduktionEin Produktionssystem, in dem Unterbrechungen und Wartezeiten auf ein Minimum reduziert sind. Wartezeiten sind dabei sogar quasi vollständig eliminiert worden, da der Produktfluss sämtliche Arbeitsgänge integriert.
  
ProzessplanungProduktion: Das Planen der Reihenfolge von Arbeitsschritten, die für einen Herstellungsprozess erforderlich sind. Prozessplanung kann sich auch auf das Koordinieren der Arbeitsgänge eines Herstellungsprozesses, die für einen oder mehrere Lieferaufträge auszuführen sind (z.B. Ressourcen, Personal, Zeitplan etc.) beziehen.
  
Pull SystemBestellsystem, dessen oberes Ziel der Erhalt eines bestimmten Warenbestandes ist. Jedes Mal, wenn Artikel aus einem Bestand abgezogen werden, werden sie umgehend wieder ersetzt (z.B. Bestandskontrolle, Kanban-Prinzip).
  
Purchase und Make-to-OrderEin Produktionssystem, das keinerlei Bestände hat, sondern Materialien und Bauteile erst bei Auftragseingang beschafft.
  
Push System
  1. Die eingegangenen Aufträge müssen zu bestimmten fixen Terminen fertig gestellt sein, welche auf den geschätzten Vorlaufzeiten basieren.
  
PäckchenJedes für den Transport bereite Paket, das weniger als 20 Kilo wiegt. In Warenumschlagsterminals werden Päckchen separat abgefertigt