Nicht erst seit Corona steht fest, dass eine Optimierung der Logistikprozesse über Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens entscheiden kann. Nur wenige haben selbst die nötige Kompetenz dazu – die Lösung: einen Experten engagieren. Wie beispielsweise die InterLog Management GmbH.

Redaktion: Angelika Gabor.

Beratungshäuser und selbständige Optimierer gibt es wie Sand am Meer. Warum sollte man sich also ausgerechnet für die InterLog entscheiden? Diese Frage stellten wir dem Gründer und einem der drei Geschäftsführer, Eric Gastel: „Im Gegensatz zu den meisten Beratungshäusern sind wir sehr operativ orientiert, wir arbeiten an und mit der Basis. Zudem haben all unsere Mitarbeiter einen sehr hohen Praxisbezug. Zudem sind wir sehr bodenständig und gleichzeitig pragmatisch. Das heißt, wir machen es unseren Kunden leicht, Entscheidungen zu fällen.“

Ein wesentliches Ziel der InterLog ist es, schnell substantielle und vor allem langfristige Lösungen zu präsentieren, die modular aufgebaut sind. Gastel: „Alles soll jederzeit unkompliziert erweiterbar sein, damit das System sich den unternehmerischen Prozessen anpassen lässt. Uns ist es auch wichtig, schon in der Planung auf ökologische Aspekte zu achten.“ Durchaus interessant ist auch die Tatsache, dass Projekte nicht um jeden Preis durchgeführt werden. „Wir stellen in der Planung stets auch die Frage nach der Sinnhaftigkeit eines Projektes. Es kann vorkommen, dass wir einen Auftrag nicht abwickeln, wenn sich herausstellt, dass die Vorstellungen einfach nicht realisierbar sind. Das teilen wir dem Auftraggeber natürlich mit“, erklärt Gastel.

Learning by doing.
Die Geschäftsführung der InterLog ist sich einig: ohne gute Mitarbeiter geht gar nichts. Darum investiert das Unternehmen auch in den Nachwuchs: „Wir ermöglichen jungen Menschen den Eintritt ins Berufsleben. Dazu holen wir uns Assistenten direkt von der Universität und stellen sie jeweils einem erfahrenen Kollegen zur Seite. Durch diese Durchmischung der Teams und die Kombination aus neuem, frischen Wissen und dem vorhandenen Know-How entstehen innovative Lösungsansätze. Die neuen Kollegen dürfen auch von Anfang an Projekterfahrung sammeln und aktiv mitarbeiten, damit sie rasch wachsen können“, führt er aus. Das reicht allerdings heute nicht mehr aus, um Talente ins Unternehmen zu locken, man müsse sich auch andere Benefits überlegen. „Im Gegensatz zu früher wollen junge Menschen zwar gut verdienen, aber wenig arbeiten. Dabei ist die so genannte „work life balance“ oft nur ein Vorwand, gerade in der Beratungsbranche sind 10-Stunden-Tage keine Seltenheit. So manche Forderung ist einfach nur überzogen“, ärgert er sich. Immerhin bietet das Unternehmen das Urlaubsmodell „30+“: zusätzlich zu den gesetzlichen Urlaubstagen bekommt jeder an Weihnachten, Silvester und drei Fenstertagen frei. Denn die Arbeit ist durchaus anstrengend, das ist klar. Mitarbeiter-Events sorgen daher regelmäßig für gute Laune. Und, ganz wichtig: „Jeder Mitarbeiter muss so viel verdienen, dass er vernünftig davon leben kann. Dazu stehe ich“, so Gastel.

100% digital.
Die InterLog setzt auf modernste Technik zum animieren, simulieren und emulieren in 3D. Die Kunden erhalten das fix-fertige Layout, mit dem sie dann auch arbeiten können. „Wir geben unseren Kunden bewusst unseren Lösungsvorschlag zum intern besprechen mit, das schafft Unabhängigkeit. Wir möchten sie nicht zum Auftrag verpflichten, sondern haben den Anspruch, dass sie uns den Auftrag geben WOLLEN“, so Gastel. Ein gewagter Ansatz – hat er denn keine Angst, dass jemand dann die fertige Lösung von einem billigeren Anbieter umsetzen lässt? „Wir sind überzeugt, dass wir die beste Lösung zu einem fairen Preis anbieten und wir wagen uns auch an scheinbar unmögliche Aufgabenstellungen heran. Bei all unseren Angeboten ist ein Kostendach samt Abweichungsfaktor enthalten, damit die Kunden kalkulieren können.

Für jeden einzelnen Arbeitsschritt gibt es eine offene Kalkulation, gebündelt zu Arbeitspaketen. Reicht das Budget nicht aus, stellen wir das Projekt trotzdem fertig, auf unsere Kosten – die Qualität der Leistung muss stimmen, dafür bürgen wir. Denn InterLog ist vielleicht nicht der günstigste Anbieter, aber auf jeden Fall effektiv. Durch das Kostendach sind wir im Nachhinein betrachtet oft sogar günstiger als ein vermeintlich billigerer Anbieter, der alles einzeln abrechnet. Natürlich zahlen unsere Kunden dann nur den tatsächlichen Aufwand.“ Durch die eigene Digitalisierung gewinnt das Unternehmen nicht nur an Mobilität, auch die Kostenstruktur konnte verschlankt werden.

Dauerbrenner und Trends.
Die Kunden kommen aus den unterschiedlichsten Branchen, von Pharma über Food bis zu Automotive-Unternehmen in der DACH-Region, denn hier ist die Projektabwicklung hinsichtlich des ähnlichen kulturellen Hintergrunds einfacher. Bei der Lösungsfindung setzt InterLog auf erprobte Technologien, Forschungsprojekte kommen nicht in Frage: „Unsere Kunden können keine spacigen Konzepte riskieren, so sind beispielsweise Lösungen mit Drohnen aktuell noch nicht spruchreif.“

Welche Themen sind denn aktuell besonders gefragt? „Wir sehen einen klaren Trend in Richtung Anlagenmodernisierung im laufenden Betrieb. Man merkt auch den Personalmangel, denn viele Anfragen betreffen die Optimierung der Produktionslogistik, etwa durch Verpackungsautomation, Robotik oder Fahrerlose Transportsysteme“, zählt Gastel auf. Auch die Einführung oder Modernisierung von Lagerverwaltungssystemen und die Automation von Hochreagallägern sei sehr gefragt. „Trotz der Rezession merken wir eine starke Bewegung am Markt. Die großen und mittleren Unternehmen wissen, dass sie jetzt investieren müssen,
um mit der Konkurrenz mitzuhalten.“

Die Digitalisierung helfe dabei, die „time to market“ zu verkürzen. Auch gefragt: Maßnahmen, die die Energiekosten reduzieren und Abhängigkeiten verringern, beispielsweise Dachwandverkleidungen mit Solarzellen oder Solarpanels zum Betrieb von Hochregallägern. „Hinsichtlich der Effizienzsteigerung gibt es Anfragen zur Bündelung von Transporten und Containern, um das Volumen besser zu nutzen oder auch die Tourentopologie – alles, was den CO2-Fußabdruck schmälert.

Die Voraussetzung ist oft jedoch, dass sich das Bestellverhalten ändert. Die gesamte Kette muss anders organisiert werden, etwa durch eine Verlängerung der Belieferungszyklen. Wenn eine Filiale nur zwei Mal statt drei Mal pro Woche beliefert wird, dafür jedoch mit mehr Ware, ergibt sich automatisch eine CO2-Einsparung. Bei unseren Konzepten gehen wir daher nicht nur auf den Kunden ein, sondern auch auf dessen Kunden – damit er gleich Argumente hat, um Einwände zu entkräften.“ Um nah beim Kunden zu sein, hat die InterLog derzeit drei Niederlassungen: in Sursee (Schweiz), Dortmund (Deutschland) und Graz (Österreich). Eric Gastel teilt sich die Geschätsführung mit Markus Lanz und Dennis Augustin.

Alle drei sind aktiv im Unternehmen und als Mandatsleiter tätig. Die flachen Hierarchien sind ein Markenzeichen des dynamischen Unternehmens. „Jedes neue Projekt wird unabhängig von seiner Größe einem der drei Geschäftsführer zugeordnet, die dann auch als Coach fungieren. Mir ist es sehr wichtig, dass alle Mitarbeiter auf Augenhöhe kommunizieren“, meint Gastel. Man darf gespannt sein, welch cooles Projekt als nächstes kommt. (RED)

LOGISTIK express Journal 4/2022