Ausweitung der Aktivitäten in Mazedonien, Bosnien-Herzegowina und im Kosovo

Beim Pressegespräch der Schenker & Co AG wurde sehr schnell klar, dass die aktuelle Wirtschaftskrise die Expansion der Gruppe am Balkan nicht stoppen kann. Einer der Schwerpunkte in diesem Gebiet ist Mazedonien, wo Schenker bereits am 19.3.2001 die erste Niederlassung gründete und heute 33 Mitarbeiter an vier Standorten beschäftigt. Die Zentrale, das Lager und die Zollabfertigung befinden sich in Skopje. „Wir bieten sämtliche Forwarding-Services von Sammelguttransporten, Teil- und Komplettladungsverkehren über Luft- und Seefracht, Bahnverkehre, nationale Distribution, Spezialtransporte, Lagerdienstleistungen und Verzollungen“, erläutert Zoran Lazoroski, Managing Director Schenker DOOEL Macedonia. Besondere Herausforderungen sind die geringen Exportvolumina für Rundläufe, die ineffiziente Bürokratie, enorme Verspätungen des Schienenverkehrs aufgrund des andauernden Streiks sowie die strengen und komplizierten Visaregelungen. Obwohl es seit 2007 ein Verkaufsbüro in Priština gibt, wird das Geschäft – insbesondere Straßentransporte – von Mazedonien aus abgewickelt. 

In Sarajevo in Bosnien-Herzegowina betreibt Schenker seit 2001 eine Niederlassung, für Anfang 2009 ist eine weitere in Bosanski Brod an der Grenze zu Kroatien in Planung. Das 1.600 m2 große Zoll-Lager ermöglicht viele Value added services wie Distributionsvorbereitungen oder Palettieren. „Leider ist die Zollabwicklung hier sehr kompliziert und langwierig“, bedauert Salko Kruho, Country Manager Schenker D.O.O Bosnia-Herzegovina. Schenker ist das einzige Unternehmen des Landes, das sowohl nach ISO 9000 und ISO 14001 zertifiziert ist. 

„Wir möchten unsere Marktposition nach Schenker-Standards und gemäß unserer Unternehmenskultur ausbauen, das Netzwerk weiter verdichten und eine vernünftige nationale Distribution aufbauen“, fasst Mag. Elmar Wieland, Vorstandsvorsitzender Schenker & Co AG Österreich und Südosteuropa, zusammen. In der Region werden etwa 15 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet, zu spüren sei besonders der markante Rückgang der Stahlproduktion in der gesamten Region. 

Quelle: Redaktion Logistik Express