UNCTAD-Studie 2009 warnt for herausfordernden Zeiten für die Schifffahrtsindustrie

Der internationale Seehandel wuchs um 3,6 Prozent in 2008 auf das höchste jemals erreichte Niveau. Trotzdem fiel die Zunahme laut der Studie „Rückblick auf den Maritimen Transport 2009“ der United Nations Conference on Trade and Development (UNCTAD) geringer aus, als im Vorjahr. Die Studie warnt vor „herausfordernden Zeiten“ für die Schifffahrtsindustrie vor dem Hintergrund der auslaufenden globalen Wirtschafts- und Finanzkrise. Die neu  erschienene jährliche Studie untersucht einen Zeitraum von 18 Monaten (Januar 2008 bis Mitte 2009). Der Seehandel belief sich gemäß der Webseite der UNCTAD in 2008 schätzungsweise auf 8,17 Milliarden Tonnen. Der globale Umschlag in den Containerterminals wuchs um vier Prozent auf 506 Millionen TEU in 2008. Die Containerhäfen des chinesischen Festlands hatten daran einen Anteil von 22,6 Prozent. „Allerdings fiel die Umschlagsmenge in China Ende 2008 stark – ebenso wie in vielen anderen Häfen weltweit“, besagt die Studie. Anfang 2009 erreichte die globale Flottenkapazität 1,19 Milliarden Tonnen Tragfähigkeit. Damit stieg sie aufgrund der vor der Krise georderten Schiffe um 6,7 Prozent gegenüber 2008. Ende 2008 brach ebenfalls das Containerhandelsvolumen ein. Weiterhin stellt die Studie fest, dass das unlängst abfallende Handelsvolumen zur gleichen Zeit mit der Expansion der globalen Handelsflotte auftritt. Dadurch wird die Situation der Schifffahrtsindustrie zusätzlich verschlimmert. www.unctad.org (rup)